Dienstag, 7. April 2026

Osterkonzert begeistert Freunde der Blasmusik

Mit Schwung und Elan führte Andreas Königsberger durch das Programm. Fotos: Hans-Peter Weiß

Wackersdorf. Anlässlich des 12. Heinrich-Korn-Gedächtniskonzerts konnte der Vorsitzende des Knappenvereins, Franz Huber, über 500 Zuhörer begrüßen. Die Bestuhlung in der Sporthalle erwies sich am Ostersonntag als nicht ausreichend, sodass zahlreiche Gäste auf die Tribüne ausweichen mussten. Einen besonderen Gruß richtete Huber an Bürgermeister Thomas Falter sowie an die Abordnung des Bergknappenverein „Marienschacht“ Wölsendorf mit ihrem Vorsitzenden Wolfgang Lehner und an die anwesenden Knappen aus Stulln.

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In seiner Ansprache würdigte Huber das Heinrich-Korn-Gedächtniskonzert als bedeutende Traditionsveranstaltung zu Ehren des im Jahr 2011 verstorbenen Heinrich Korn. Das Konzert sei ins Leben gerufen worden, um Korns große Verdienste um den Knappenverein sowie den Bergbau in Wackersdorf und Steinberg zu ehren. Nach mehrjähriger Unterbrechung – unter anderem bedingt durch die Corona-Pandemie und Umbauarbeiten – werde die Konzertreihe nun wieder fortgeführt und zugleich mit einem Jubiläum der Bergmannskapelle verbunden. Besonders hob Huber die Leistung der Musikerinnen und Musiker hervor, die mit großem Engagement und Können ein musikalisch hochwertiges Erlebnis böten und die Tradition der bayerisch-böhmischen Blasmusik lebendig hielten.

Zugleich unterstrich der Vorsitzende die Bedeutung des Knappenvereins, der sich glücklich schätzen könne, über eine eigene Kapelle zu verfügen und damit die bergmännische Kultur aktiv weiterzuführen. Heinrich Korn sei als Obersteiger in der Braunkohlenindustrie tätig gewesen, ein „Bergmann mit Leib und Seele“, der sich zeitlebens für den Erhalt der Bergbautradition eingesetzt habe. „Besonders durch sein Engagement für Museen in Steinberg und Wackersdorf trug er dazu bei, dieses kulturelle Erbe für kommende Generationen zu erhalten“, betonte Huber.

In einem Grußwort hob Bürgermeister Thomas Falter die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Mit dieser Veranstaltung wird nicht nur Brauchtum gelebt, sondern auch Geschichte und Identität der Gemeinde und damit der gesamten Region lebendig gehalten, die eng mit dem Bergbau verbunden ist.“ Spuren des Bergbaus würden durch das Konzert wieder ein Stück sichtbarer, so das Gemeindeoberhaupt.

Mit kräftigem Applaus wurden im Anschluss die Musiker der Bergmannskapelle sowie ihr Dirigent Andreas Königsberger begrüßt. Mit dem Marsch „Start frei“ von Ernst Mosch eröffneten die 24 Musikanten das Osterkonzert. Im weiteren Verlauf wechselten sich Walzer, Polkas und Märsche mit modernen Stücken ab. Das Gesangsduo Anne Zitzler und Josef Lobenhofer begeisterte das Publikum unter anderem mit „Böhmische Mädchen sind Klasse“ und den „Rauschenden Birken“. Großen Beifall erhielten zudem die Polka „Caroline“ sowie „Reinsberger Nächte“. Mit dem Tenorhorn-Solo „Dahoam“ setzte Johannes Maier einen weiteren Glanzpunkt. Mit der schwungvollen Polka „Unsere Reise“ und zwei Zugaben endete ein abwechslungsreicher Konzertabend – traditionell beschlossen mit dem Steiger-Marsch.

Die Musikanten der Bergmannskapelle feierten die Tradition.
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