Freitag, 22. Mai 2026

Franziska Hoffmann verpasst Titelgewinn

Katharina Kastenmüller (m.) hat den Kampf um die Krone entschieden. Foto: Hans-Peter Weiß

Die Chance auf den Titel der Bayerischen Bierkönigin war zum Greifen nah: Auch Franziska Hoffmann, Bierbrauerin bei der Familienbrauerei Jacob in Bodenwöhr, hatte sich gemeinsam mit 50 weiteren Bewerberinnen um die begehrte Krone beworben. Am großen Finalabend stand die 24-Jährige schließlich mit drei weiteren Kandidatinnen auf der Bühne des Münchner Löwenbräukellers. Am Ende musste sich die sympathische Oberpfälzerin jedoch der 33-jährigen Katharina Kastenmüller aus Oberbayern geschlagen geben. Seit 2009 kürt der Bayerische Brauerbund jährlich eine neue Bayerische Bierkönigin als Botschafterin der bayerischen Braukunst.

Dabei hätte der Abend aus Sicht des Landkreises Schwandorf Geschichte schreiben können. Nach Sarah Jäger, die ebenfalls bei der Brauerei Jacob tätig ist, hätte Franziska Hoffmann die zweite Titelträgerin aus der Oberpfalz werden können. Entsprechend groß war die Unterstützung für die junge Brauerin: Familie, Freunde und zahlreiche Kolleginnen und Kollegen waren eigens nach München gereist, um ihr die Daumen zu drücken. Auch Neunburgs Bürgermeister Martin Birner ließ es sich nicht nehmen, beim Festabend dabei zu sein.

Im festlich dekorierten Saal des traditionsreichen Löwenbräukellers hatten sich mehr als 600 Gäste eingefunden. Unter ihnen befanden sich zahlreiche ehemalige Hoheiten und gekrönte Schönheiten, die die Wahl der mittlerweile 15. Bayerischen Bierkönigin miterleben wollten. Als Ehrengast nahm zudem der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger an der Veranstaltung teil.

In der Finalrunde stellten sich Franziska Hoffmann (24), Alana Grimminger (28), Katharina Kastenmüller (33) und Lea Hopfensberger (25) sowohl der Fachjury als auch dem Publikum. Die Entscheidung setzte sich aus den Stimmen der Jury sowie den Bewertungen der Gäste im Saal zusammen. Ein eigens produzierter Imagefilm präsentierte zunächst die vier Finalistinnen und ihre persönliche Verbindung zur bayerischen Bierkultur. Im weiteren Verlauf des Abends mussten sich die Kandidatinnen in mehreren Wettbewerbsrunden beweisen. Während zunächst die persönliche Präsentation im Mittelpunkt stand, war in der zweiten Runde Fachwissen gefragt: Hier galt es, eine Biersorte professionell zu charakterisieren und sensorisch einzuordnen. Abschließend beantworteten die Finalistinnen auch kritische und fachbezogene Fragen der Jurymitglieder. Das Publikum hatte zwischen den einzelnen Runden jeweils Gelegenheit, seine Favoritin zu wählen.

Erst gegen 23 Uhr fiel schließlich die mit Spannung erwartete Entscheidung. Moderator Roman Röll brachte die Stimmung des Abends auf den Punkt: „Es gibt keine Verliererin, es gibt nur eine Bierkönigin.“ Als der Name der neuen Titelträgerin verkündet wurde, brandete im Saal großer Applaus auf. Katharina Kastenmüller durfte die Krone entgegennehmen und den Thron der Bayerischen Bierkönigin besteigen. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Hubert Aiwanger, der auf der Bühne symbolisch vor der neuen Bierkönigin auf die Knie ging.

Für Franziska Hoffmann reichte es trotz eines überzeugenden Auftritts letztlich nicht zum Titelgewinn. Die Konkurrenz sei außergewöhnlich stark gewesen, meinte das mitgereiste Fanlager, das bis zuletzt mitgefiebert und gehofft hatte. Für die junge Brauerin überwiegt dennoch die Freude über die Teilnahme und die vielen besonderen Eindrücke des Wettbewerbs. „Es war eine tolle Erfahrung, die ich auf dem Weg ins Finale machen durfte“, erklärte Franziska Hoffmann am Rande der Veranstaltung.

Auch Brauereichef Marcus Jacob, der bereits am Nachmittag zur Mitgliederversammlung des Bayerischen Brauerbundes angereist war, fand anerkennende und aufmunternde Worte für seine Mitarbeiterin. Im Rahmen der Versammlung wurde zudem Dr. Stefan Kreisz zum neuen Vorsitzenden des Bayerischen Brauerbundes gewählt. Der scheidende Präsident Georg Schneider wurde in Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt.

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