Dienstag, 15. September 2026

Stadtarchiv Schwandorf offiziell eröffnet

Beim Festakt zur Eröffnung des neuen Archivs (v. l. n. r.): Pater Francis Lawrance, Richard Tischler (stv. Landrat), Oberbürgermeister Andreas Feller, Dr. Bernhard Grau (Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns), Dr. Andrea Tonert (Stadtarchiv Schwandorf) und Josef Fischer (Leiter Stadtarchiv Schwandorf).
Fotos: Stadt Schwandorf

Neues Stadtarchiv bietet wertvollen Dokumenten einen sicheren Ort und macht Stadtgeschichte für künftige Generationen zugänglich Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Stadtarchivs am 10. September 2026 ist in Schwandorf ein bedeutendes Projekt für die Bewahrung und Vermittlung der Stadtgeschichte abgeschlossen worden. Rund 4,6 Millionen Euro wurden in den Bau und die Ausstattung der neuen Einrichtung investiert. Unterstützt wurde die Maßnahme durch die Städtebauförderung und den Kulturfonds Bayern.

Gemeinsam mit über 100 Gästen feierte die Stadt Schwandorf die Eröffnung. Zu Ihnen gehörten Oberbürgermeister Andreas Feller, Pater Francis Lawrance vom Marienmünster am Kreuzberg, der stellvertretende Landrat Richard Tischler, der Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns, Dr. Bernhard Grau, Archivleiter Josef Fischer sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kultur.

Im Vorfeld der Eröffnungsfeier wurde das neue Archivgebäude von Pater Francis und Pfarrer Stefan Drechsler von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schwandorf geweiht. Das neue Gebäude erfüllt höchste Anforderungen an eine zeitgemäße Archivierung. Neben geeigneten Magazinflächen stehen moderne Arbeitsbereiche zur Verfügung. Ein leistungsfähiges Scannersystem ermöglicht die schonende Digitalisierung wertvoller Bestände und erleichtert den Zugang zu historischen Quellen.

Das Stadtarchiv Schwandorf bewahrt als „Gedächtnis der Stadt“ Zeugnisse aus über fünf Jahrhunderten – von einer Urkunde aus dem Jahr 1452 bis in die Gegenwart. Die Bestände reichen von Verwaltungsakten und Dokumenten der ehemals selbstständigen Gemeinden über Plakate, Fotografien und Pläne bis hin zu Nachlässen und Zeitungen.

Untergebracht ist es im 1862 als erstes städtisches Krankenhaus errichteten Gebäude direkt gegenüber dem Rathaus. Passend zum diesjährigen Motto „Denkmale und Infrastruktur“ öffnete das neue Stadtarchiv gleich zum Tag des offenen Denkmals am 13. September erneut seine Türen.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeit des Archivs und in Bereiche zu erhalten, die im regulären Betrieb nicht zugänglich sind. Im Magazin erfuhren die Gäste, unter welchen Bedingungen unterschiedliches Archivgut gelagert und verpackt wird, um dieses dauerhaft zu erhalten. Eine Präsentation ausgewählter Archivalien veranschaulichte die Vielfalt der Bestände und ihre Bedeutung für die Erforschung der Stadt- und Regionalgeschichte. Ein weiterer Höhepunkt waren wertvolle Stücke aus dem Bestand der Kreuzbergbibliothek, die momentan in das Archiv übernommen wird.

Darüber hinaus informierte das Archivteam über Recherche- und Nutzungsmöglichkeiten. Das Stadtarchiv Schwandorf steht jedem Bürger zur Nutzung offen. Interessierte können das Stadtarchiv beispielsweise für familiengeschichtliche Forschungen, die Klärung bau- und verwaltungsgeschichtlicher Fragen oder für wissenschaftliche und heimatkundliche Projekte nutzen.

Das neue Schwandorfer Stadtarchiv ist im ehemaligen Krankenhaus untergebracht.
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