Sonntag, 3. Mai 2026

Letzte Sitzung des alten Gemeinderates in Bodenwöhr

Zur letzten Sitzung des alten Gemeinderates trafen sich am vergangenen Donnerstagabend Bürgermeister Georg Hoffmann und die Räte im Foyer der Hammerseehalle. Die Tagesordnung war überschaubar, denn nur sechs Punkte, darunter das Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung, ein Bauantrag sowie ein Vorschlag auf vollständige Sanierung der Sudentenstraße und Teile der Bergstraße umfasste der öffentliche Teil. Bis auf die entschuldigten Michael Weindler und Martin Heinfling (CSU), Kurt Pöll (BLB), Michael Mulzer (SPD) und Albert Krieger (FW) waren alle Gemeinderäte anwesend, so dass das Gremium beschlussfähig war, so Hoffmann eingangs Zunächst wurde das Protokoll der letzten Gemeinderatsitzung vom 15.04.2026 gegen die Stimme von Alois Feldmeier (BLB) genehmigt. 

Sanierung des „Alten Bahnhofs“ schreitet voran

Anschließend gab Bürgermeister Georg Hoffmann vier Beschlüsse aus dem nichtöffentlichen Teil der gleichen Sitzung bekannt. Für die Sanierung des alten Bahnhofes in Blechhammer wurden folgende Aufträge vergeben: Die Schlosserarbeiten erhielt die Fa. Pichler GmbH aus Regen für einen Angebotspreis von rund 141.000 Euro. Der Auftrag für eine mobile Trennwand wurde an die Fa. abopart GmbH & Co. KG aus Bad Zwischenahn bei Oldenburg zu einem Angebotspreis von rund 11.500 Euro vergeben. Weiter wurde Bürgermeister Hoffmann ermächtigt, einen Kredit über 1.500.000 Euro bei der KFW Bank aufzunehmen. Last but not least wurde der Auftrag zur Herstellung einer provisorischen Parkplatzfläche bei der Kinderkrippe an die Fa. Helmut Seebauer Tiefbau GmbH aus Schwarzhofen für eine Auftragssumme in Höhe von knapp 35.000 Euro vergeben.

Befreiungen vom Bebauungsplan am Max-Reger-Platz

Der nächste Punkt betraf eine Bauvoranfrage von Bernhard und Gertraud Schmidhuber zur Sanierung und Erweiterung ihres Anwesens am Max-Reger-Platz in Blechhammer zu einem Zweifamilienhaus. Die Umbaupläne sehen vor, dass das Dach soweit angehoben wird, dass ein zweites Vollgeschoss entsteht und die Dachneigung auf 25 Grad verringert wird, so dass das Gebäude nicht höher wird. Außerdem soll das Erdgeschoss erweitert werden, wodurch die Abstandsflächen lt. altem Bebauungsplan unterschritten würden. Da der alte Bebauungsplan den heutigen gesetzlichen Forderungen nicht mehr entspricht und eine Nahverdichtung positiv gesehen wird, erteilte man die benötigten Befreiungen vom Bebauungsplan und das gemeindliche Einvernehmen. Es wurde sogar dem „Bau-Turbo“ zugestimmt, ein zum 30.10.2025 in Kraft getretenes, bis Ende 2030 befristetes Gesetz der Bundesregierung zur Beschleunigung des Wohnungsbaus.

Jahresrechnung 2024 genehmigt

Der Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) hatte die Jahresrechnung für 2024 am 20./21.04.2026 geprüft. Das Ergebnis wurde durch die RPA-Vorsitzende Verena Obermeier vorgetragen. In ihrem Bericht teilte sie mit, dass RPA-Mitglied Alois Feldmeier die Einsicht in einige spezielle Bereiche, wie z.B. die Neujahrsgala, beantragt hatte. Letztendlich schloss der Verwaltungshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von je 14.370.921 Euro und der Vermögenshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von je 9.125.671 Euro ab. Einstimmig wurde durch den RPA der Beschluss gefasst, dem Gemeinderat die Entlastung für das Jahr 2024 zu empfehlen. Bürgermeister Hoffmann durfte als Betroffener nicht an der Abstimmung teilnehmen, so dass auf Vorschlag von 3. Bürgermeister Andreas Seitz die einstimmige Entlastung erfolgte. 

Vollständige Sanierung der Berg- und Sudetenstraße

Derzeit werden in der Sudetenstraße und im unteren Teil der Bergstraße die Wasserleitungen saniert. Nach Herstellung der Hausanschlüsse war zunächst geplant, die geöffneten Leitungsgräben wieder zu überteeren. Parallel dazu hat die Gemeinde und das Ingenieurbüro Kehrer eine vollständige Sanierung beider Straßen mit einer 10 cm dicken Tragschicht und einer 4 cm starken Feinschicht geprüft. Die komplette Straßensanierung würde Mehrkosten von knapp 87.000 Euro verursachen. Da dadurch viele Positionen für das ursprünglich geplante Verschließen der Leitungsgräben, wie das Nachschneiden der Teerkanten oder das Einbringen eines Dichtbandes, entfallen, würde man sich rund 25.000 Euro sparen, so dass mit tatsächlichen Mehrkosten von rund 62.000 Euro zu rechnen ist. Nach Meinung der Gemeinde würde eine komplette Straßensanierung einen echten Mehrwert darstellen und damit die höheren Kosten rechtfertigen. Die Sanierung der Bürgersteige könnte dagegen erst nach Erneuerung der ölhaltigen, in den Bürgersteigen liegenden Stromkabel für die Straßenbeleuchtung durch das Bayernwerk erfolgen. Einstimmig wurde der Nachtrag zur kompletten Sanierung der Straßen genehmigt. 

Absage bei Erneuerung des Schulsportplatzes

Beim letzten Punkt „Informationen des Bürgermeisters“ teilte Hoffmann mit, dass man beim Antrag auf Sanierung des Schulsportplatzes mit Tartanbahn, Sprunganlage, Pflasterung, Zaun, Tribüne und Tennisplatz des TV Bodenwöhr im Rahmen des Bundesförderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eine Absage erhalten habe. Bei einer angekündigten Neuauflage im Herbst wolle man nochmals einen Versuch starten. Weiter ging der Förderbescheid für die Sanierung des Alten Rathauses ein, wodurch ab sofort die ersten Aufträge vergeben werden können. Als Termin für die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates wurde Dienstag, der 12. Mai um 19 Uhr festgelegt. 

Facebook
LinkedIn
Email
Print