Montag, 9. März 2026

Weidetiere besser schützen: Bundestag macht Weg zur Bejagung von Wölfen frei

Bundestagsabgeordnete Martina Englhardt-Kopf. Foto: Hendrik Steffens

Martina Englhardt-Kopf, Parlamentarische Staatssekretärin im BMLEH (Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat) und Oberpfälzer Abgeordnete für den Bundeswahlkreis Schwandorf/Cham, Brennberg und Wörth an der Donau zeigt sich mit Blick auf die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz zuversichtlich.

Hintergrund: In den letzten Jahren ist die Zahl der Wölfe deutlich angestiegen, was zu einer Zunahme der Risse von Weidetieren führte. Herdeschutzmaßnahmen allein, wie Zäune und Hütehunde reichten immer öfter nicht mehr aus, um Weidetiere vor den Wölfen wirkungsvoll zu schützen. Hauptsächlich Schafe und Ziegen, aber auch Rinder und Pferde wurden gerissen und verendeten häufig elendig. Auch die finanziellen Einbußen für die Weidetierhalter nahmen damit stetig zu. Nun setzt die Bundesregierung eine Zusage aus dem Koalitionsvertrag um.

„Mit dem Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums geben wir den Ländern sowie den Jägerinnen und Jägern und Jagdbehörden vor Ort ein notwendiges Instrument an die Hand, um Wölfe eben genau dort, wo es Probleme gibt, rechtssicher bejagen zu können. Zudem bleibt der Herdenschutz weiterhin fester Bestandteil und Teil der Lösung. Die Mehrheit der Abgeordneten des Deutschen Bundestages hat dem Gesetzesentwurf zugestimmt. Dem sind intensive Debatten im Landwirtschaftsausschuss und Gespräche mit Praktikern vorausgegangen. Jetzt geht das Gesetzesvorhaben noch in den Bundesrat. Ich bin sehr froh, dass wir entscheidend vorangekommen sind. Unseren Weidetierhaltern danke ich ausdrücklich für Ihre tägliche Arbeit und ihrem so wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer hochgeschätzten Kulturlandschaft“, so Martina Englhardt-Kopf abschließend. 

Nach Zustimmung des Bundesrates können die Änderungen im Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz voraussichtlich schon im April in Kraft treten.

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