
Polizeipräsident Schöniger berichtet dem Landrat über Sicherheitslage im Landkreis Schwandorf
Die Beurteilung der Sicherheitslage im Landkreis Schwandorf von Landrat Thomas Ebeling bei der Übergabe des Sicherheitsberichts 2025 durch den Polizeipräsidenten der Oberpfalz, Thomas Schöniger, fiel erneut sehr positiv aus. „Die gefühlte Sicherheitslage sei oftmals schlechter als die Tatsächliche“, so der Landrat. Auch der Polizeipräsident Schöniger stimmte mit seinem Fazit der Beurteilung des Landrats zu: „Der Landkreis Schwandorf ist eine Region, in der es sich weiterhin sehr sicher leben lässt“, so Schöniger. Dies belegen auch die Zahlen. So ist bei den Gesamtstraftaten ein Rückgang um fast 9 % auf den niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote mit knapp dreiviertel aller Straftaten ist weiterhin hoch und liegt über dem bayernweiten Schnitt. Die Anzahl der Straftaten je 100.000 Einwohner liegt deutlich unter dem bayernweiten Durchschnitt.
Am Mittwoch, den 29. April 2026 stattete der Polizeipräsident der Oberpfalz, Thomas Schöniger mit einigen Vertretern der hiesigen Dienststellen dem Landrat Thomas Ebeling seinen jährlichen Besuch ab, um den Sicherheitsbericht des vergangenen Jahres vorzustellen. Beide Seiten waren sich darüber einig, dass die Sicherheitslage im Landkreis Schwandorf sehr gut ist und dass die gute behördliche Zusammenarbeit einen wichtigen Baustein hierfür liefere.
Rückgang in allen Deliktskategorien
In allen Deliktskategorien konnte im Landkreis Schwandorf im vergangenen Jahr 2025 ein Rückgang verzeichnet werden. Insgesamt wurden fast 9 % weniger Straftaten verübt, als noch 2024. Es wurden im vergangenen Jahr 4.388 Straftaten erfasst. Die Häufigkeitszahl, also die Anzahl an Straftaten pro 100.000 Einwohnern ist auf den niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre gefallen. Gleichzeitig können knapp dreiviertel aller Straftaten von der Polizei aufgeklärt werden.
Mit dem zweitniedrigsten Wert der letzten 10 Jahre – nur im Jahr 2021 während der Corona-Phase konnte ein noch geringerer Wert verzeichnet werden – wurde auch bei der Gewaltkriminalität ein erfreulicher Rückgang festgestellt. Hierunter fallen unter anderem die Tatbestände Körperverletzung, Mord, Raub und räuberische Erpressung. Mit fast 92 % liegt hier die Aufklärungsquote noch einmal deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Es wurde also fast jeder Täter gefasst.
Straßenkriminalität beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl am stärksten
Nach den Ausführungen von Polizeipräsident Thomas Schöniger beeinträchtigt die Straßenkriminalität sehr stark das subjektive Sicherheitsgefühl, da die Straftaten im öffentlichen Raum stattfinden und stärker wahrgenommen werden. Die Straßenkriminalität ist im Vergleich zur Entwicklung vor 2021 rückläufig. Auch hier konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um rund 10 % festgestellt werden. Die Aufklärungsquote liegt hier bei rund 27 % der Fälle. Bei den Sachbeschädigungen zeigte sich hingegen jedoch ein Anstieg um rund 6 % auf 542 Fälle im Jahr 2025.
Sicherheitslage am Bahnhof Schwandorf gut
Landrat Thomas Ebeling erörterte mit den Vertretern der Polizei auch die Lage am Bahnhof in Schwandorf. Der Landrat führte aus, dass mitunter ein schlechtes Sicherheitsgefühl am Bahnhof herrsche. Polizeipräsident Schöniger räumte ein, dass Bahnhöfe grundsätzlich eine Sogwirkung auf soziale Randgruppen ausüben würde, die Lage am Bahnhof Schwandorf jedoch gut sei. Der zuständige Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Stefan Amann ergänzte, dass die Polizei den Bahnhof Schwandorf täglich über den Streifendienst überprüfe.
2.730 Tatverdächtige im Jahr 2025 ermittelt
Von der Gesamtzahl der Tatverdächtigen entfielen 1.739 auf deutsche Staatsbürger, was einen Rückgang um rund 5 % entspricht. Nichtdeutsche Tatverdächtige nehmen hier einen Anteil von rund 36 % ein, also 991 in absoluten Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde hier ein leichter Anstieg um 1,4 % festgestellt. Der Anteil der Zuwanderer an nichtdeutschen Tatverdächtigen nimmt hingegen ab. Zu den Asylunterkünften im Landkreis Schwandorf stellte der Polizeipräsident fest, dass diese keinen Brennpunkt für Kriminalität darstellen und zudem regelmäßig kontrolliert werden.
Anstieg bei Verkehrsunfällen
Leitender Polizeidirektor Huf vom Polizeipräsidium Oberpfalz ging im Anschluss auf die Verkehrslage ein. Hier musste ein Anstieg der Unfälle festgestellt werden. Insgesamt wurden 5.044 Verkehrsunfälle gezählt. Im Vorjahr waren es 4.646. Auch bei den verletzten Personen in Folge eines Verkehrsunfalls erhöhte sich die Anzahl von 663 im Vorjahr, auf 677 in 2025. Besonders bedauerlich war der deutliche Anstieg der Verkehrstoten von sieben Personen im Jahr 2024 auf 17 Personen im vergangenen Jahr. Leitender Polizeidirektor Huf führte dazu aus, dass knapp jeder dritte getötete Verkehrsteilnehmer auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen sei. Die Anstrengungen zur Prävention und Überwachung in diesem Bereich werden durch die Oberpfälzer Polizei weiterhin mit hoher Priorität fortgeführt. Der Schwandorfer Landrat wirbt in diesem Zusammenhang für einen umsichtigen und rücksichtsvollen Umgang im Straßenverkehr: „Umsichtiges Handeln sollte immer im Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer sein.“ „Der Landkreis Schwandorf investiert zudem stetig in seine Verkehrsinfrastruktur, um möglichst gute und sichere Rahmenbedingungen zu schaffen.“, so der Landrat.
Insgesamt positive Entwicklung im Landkreis Schwandorf
Zum Abschluss des Gesprächs zog der Polizeipräsident ein positives Fazit hinsichtlich der Kriminalitätsbelastung im Landkreis Schwandorf und stellte heraus, dass die guten Ergebnisse nur gemeinsam erreicht werden können. Landrat Thomas Ebeling stimmte dem zu und bedankte sich seinerseits für die stets sehr gute Zusammenarbeit.








