
Mit dem Ende der Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) um 06:00 Uhr am Dienstagmorgen konnte der umfangreiche Unwettereinsatz im Landkreis Schwandorf erfolgreich abgeschlossen werden. Nach der Alarmierung der Kreiseinsatzzentrale (KEZ) um 21:12 Uhr am Montagabend wurden die zahlreichen Einsatzstellen bis in die frühen Morgenstunden koordiniert und abgearbeitet.
Insgesamt wurden über die Kreiseinsatzzentrale rund 260 Einsatzstellen disponiert. Hinzu kamen rund 25 weitere Einsatzstellen, die bereits zuvor durch die Integrierte Leitstelle bearbeitet und anschließend an die KEZ übergeben wurden. Der Einsatzschwerpunkt lag im Stadtgebiet Schwandorf, aber auch in weiteren Bereichen des Landkreises. Der überwiegende Teil der Einsätze entfiel auf vollgelaufene Keller und Gebäude sowie überflutete Straßen und Verkehrsflächen. Daneben mussten zahlreiche weitere unwetterbedingte Schadenslagen abgearbeitet werden.
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Mehr InformationenUnter der Leitung von Kreisbrandrat Christian Demleitner koordinierte die Örtliche Einsatzleitung gemeinsam mit der Kreiseinsatzzentrale sämtliche Maßnahmen. Insgesamt standen rund 450 Einsatzkräfte im Dienst. Davon entfielen rund 350 auf die Feuerwehren, rund 50 auf das Technische Hilfswerk sowie rund 30 auf den Sanitäts- und Rettungsdienst. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch die Kreiseinsatzzentrale (KEZ), Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes, die Kreisbrandinspektion sowie die Polizei. Die gute überörtliche Zusammenarbeit zeigte sich zudem darin, dass Hochwasserpumpen aus den Nachbarlandkreisen Amberg-Sulzbach und Neustadt an der Waldnaab kurzfristig zur Unterstützung bereitgestellt und erfolgreich in den Einsatz eingebunden wurden. „Die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und Behörden war während des gesamten Einsatzes hervorragend. Nur durch das professionelle und eingespielte Miteinander konnte diese außergewöhnliche Einsatzlage so erfolgreich bewältigt werden“, unterstreichen die Pressesprecher Manuel Lischka (Landratsamt Schwandorf) und Hans-Jürgen Schlosser (Kreisbrandinspektion). Neben den zahlreichen Unwettereinsätzen mussten auch zwei Schadenslagen aufgrund ausgelaufener Betriebsstoffe durch den zuständigen Kreisbrandmeister Gefahrgut bewertet werden. Die weiteren Maßnahmen wurden durch beauftragte Fachfirmen übernommen und fachgerecht durchgeführt, sodass von den Schadensstellen keine weitergehenden Gefahren für die Bevölkerung oder die Umwelt ausgingen.
Der Einsatz verdeutlicht eindrucksvoll die Dynamik der aktuellen Wetterlage. Noch vor wenigen Tagen waren die Feuerwehren und Hilfsorganisationen aufgrund der anhaltenden Trockenheit schwerpunktmäßig bei Vegetationsbränden gefordert. Innerhalb kürzester Zeit wandelte sich die Lage zu einer großflächigen Unwettersituation mit mehreren hundert Einsatzstellen. Diese Entwicklung unterstreicht eindrucksvoll die hohe Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte, die sich innerhalb kürzester Zeit auf völlig veränderte Einsatzlagen einstellen mussten.
Landrat Thomas Ebeling und Kreisbrandrat Christian Demleitner sprechen allen eingesetzten Kräften ihren ausdrücklichen Dank aus. Dieser gilt den Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk, den Kräften des Sanitäts- und Rettungsdienstes, der Polizei, den Disponentinnen und Disponenten der Kreiseinsatzzentrale, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes Schwandorf, der Kreisbrandinspektion, den beteiligten Fachdiensten sowie den unterstützenden Nachbarlandkreisen. Der professionelle und vertrauensvolle Schulterschluss aller Beteiligten war die Grundlage für eine schnelle, koordinierte und erfolgreiche Bewältigung dieser außergewöhnlichen Einsatzlage.
Ein besonderer Dank gilt zudem den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis sowie ihre Unterstützung während der umfangreichen Einsatzmaßnahmen. Die Kreisbrandinspektion Schwandorf zieht nach Abschluss des Einsatzes eine positive Bilanz: Trotz der Vielzahl an Einsatzstellen konnten sämtliche gemeldeten Schadenslagen strukturiert, koordiniert und zügig abgearbeitet sowie die Gefahren für die Bevölkerung erfolgreich beseitigt werden. (Text: Hans-Jürgen Schlosser, Kreisbrandmeister)








