Mittwoch, 2. September 2026

MdB Englhardt-Kopf besucht Panzergrenadierbataillon 122 in

Oberviechtach: „Unsere Soldatinnen und Soldaten leisten einen unverzichtbaren Dienst für Frieden und Sicherheit.“

Oberstleutnant Rayk Engel, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 und Abgeordnete Martina Englhardt-Kopf. Foto: Patricia Bernreuther

Oberviechtach. Die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf hat das Panzergrenadierbataillon 122 in der Grenzland-Kaserne in Oberviechtach besucht. Im Mittelpunkt des Austauschs mit Bataillonskommandeur Oberstleutnant Rayk Engel standen die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Bundeswehr, die geplante Verlegung des Bataillons nach Litauen sowie die Zukunft des Bundeswehrstandorts Oberviechtach.

Das Panzergrenadierbataillon 122 übernimmt innerhalb der Bundeswehr eine besondere Aufgabe. Als Teil der Panzerbrigade 45 wird es künftig dauerhaft in Litauen stationiert sein und damit einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der NATO an ihrer Ostflanke leisten. Im Gespräch informierte Oberstleutnant Engel über den aktuellen Stand der Vorbereitungen sowie über die vielfältigen organisatorischen und personellen Herausforderungen, die mit diesem Großprojekt verbunden sind. Dabei ging es unter anderem um die Verlegung der Soldatinnen und Soldaten einschließlich ihrer Familien, den Aufbau der notwendigen Infrastruktur sowie die Gewinnung von Personal.

Oberstleutnant Engel unterstrich die Bedeutung des engen Austauschs mit der Politik: „Für uns ist die Verlegung nach Litauen weit mehr als ein militärisches Projekt. Dahinter stehen viele Soldatinnen und Soldaten mit ihren Familien, die sich auf große Veränderungen einstellen. Deshalb freut es mich, dass Frau Englhardt-Kopf sich vor Ort ein eigenes Bild macht und den direkten Austausch sucht.“

„Unsere Soldatinnen und Soldaten übernehmen Verantwortung für Frieden, Freiheit und Sicherheit in Europa. Dafür verdienen sie nicht nur unseren Dank, sondern auch die bestmögliche Unterstützung durch Politik und Gesellschaft“, betonte Englhardt-Kopf. „Gerade deshalb ist mir der regelmäßige Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort ein wichtiges Anliegen.“

Ein weiteres Gesprächsthema waren die Konsequenzen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine für Ausbildung und Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Insbesondere der zunehmende Einsatz von Drohnen und die daraus resultierenden Anforderungen an Ausbildung, Ausrüstung und Taktik prägen inzwischen den militärischen Alltag.

Auch die Zukunft des Standorts Oberviechtach wurde erörtert. Nach der Verlegung des Bataillons nach Litauen soll die Grenzland-Kaserne umfassend modernisiert werden. Anschließend wird das Artilleriebataillon 131 den Standort übernehmen. Insgesamt sind Investitionen in Höhe eines niedrigen, dreistelligen Millionenbetrags vorgesehen.

„Der Bundeswehrstandort Oberviechtach bleibt ein wichtiger Anker für unsere Region. Die vorgesehenen Investitionen zeigen, dass der Bund langfristig auf den Standort setzt. Das stärkt nicht nur unsere Verteidigungsfähigkeit, sondern auch die Oberpfalz als Bundeswehrregion“, so Englhardt-Kopf.

Abschließend dankte die Bundestagsabgeordnete Oberstleutnant Engel stellvertretend für alle Angehörigen des Bataillons für den offenen und vertrauensvollen Austausch sowie den täglichen Einsatz der Soldatinnen und Soldaten. „Der persönliche Dialog vor Ort ist mir wichtig. Nur wer miteinander spricht, kann die Herausforderungen verstehen und gemeinsam gute Lösungen entwickeln. Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Anliegen unserer Bundeswehr und insbesondere der Standorte in der Oberpfalz in Berlin Gehör finden.“

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