
BURGLENGENFELD. „Es ist ein Experiment“, gab Thomas Weis zu Beginn des Abends die Losung vor, rund zwei Stunden später wusste der 1. Vorsitzende des Freundeskreises des Oberpfälzer Volkskundemuseums nach langanhaltendem, begeistertem Applaus für alle Mitwirkenden: „Unser Experiment ist vollauf gelungen und macht richtig Lust auf mehr.“
Zum Hintergrund: Nach dem Museumsfest und den nicht öffentlichen Vereinsabenden zum Vollmond sollte der idyllische Hof des Oberpfälzer Volkskundemuseums erstmals als Ort für besondere Kulturveranstaltungen getestet werden. Dazu hatte man am sogenannten „Bockmond“ (Vollmond im Juli) die Oberpfälzer Parforcehornbläser unter der musikalischen Leitung von Hubert Bäuml ins Boot geholt und zu „Jagd und Wald – sagenhaft musikalische Erzählungen“ für die interessierte Bevölkerung die schweren Eisentore zum Museumshof geöffnet.
Über 120 Gäste folgten der Einladung und wurden von der stimmungsvollen Musik des 13fachen Landesmeister in der „Königsklasse“ der ES-Parforcehörner vom ersten Ton an in den Bann gezogen. Vom „Fürstenruf“ und „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ über den „Bärenjägermarsch“ und „Kein schöner Land“ bis „Abendrot“ und „Amazing Grace“: Die zehn Parforcehornbläserinnen und -bläser stellten ihre beeindruckende Meisterschaft auf den Instrumenten unter Beweis; neben der technischen Finesse war es vor allem das „Gefühl“, mit welcher die Musik direkt in die Herzen des Publikums drang. Unberührt blieb jedenfalls niemand – und so wurde das Ensemble erst nach zwei Zugaben in das anschließende gemütliche Beisammensein entlassen.
Es war aber nicht die Musik allein, die für einen „runden“ und sehr kurzweiligen Abend sorgte. Abwechselnd zu den Stücken trug Vereinsmitglied Bernhard Krebs ausgewählte Sagen, Mythen und historische Texte zu den Themen Wald und Jagd vor. Dabei durften auch Geschichten zum Heiligen Hubertus, zu Waldgeistern, Hoymännern und Wildschützen nicht fehlen – gerade hier entfaltete der Museumshof am lauen Sommerabend seine besondere atmosphärische Wirkung.
Schließlich: Das zufriedene Resümee von Thomas Weis und Hubert Bäuml schloss auch ein „Wiederholung nicht ausgeschlossen“ mit ein.







