Donnerstag, 23. Juli 2026

Wirtschaftsforum Burglengenfeld stellt Gutscheinkarte für den steuerfreien Sachbezug vor

Die Gutscheinkarte wurde im Rathaus gemeinsam mit Bürgermeister Martin Antretter, Benedikt Göhr, Imad Cheikho und Katja Spiller vom Wirtschaftsforum vorgestellt. Foto: Karolina Cheikho

BURGLENGENFELD. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regelmäßig Anerkennung zeigen und gleichzeitig den örtlichen Handel, die Gastronomie sowie die Freizeit- und Kultureinrichtungen stärken: Mit der Burglengenfelder Gutscheinkarte bietet das Wirtschaftsforum Burglengenfeld e. V. Unternehmen aus Burglengenfeld und der Umgebung eine unkomplizierte Möglichkeit, ihren Beschäftigten monatlich einen zusätzlichen Sachbezug zukommen zu lassen.

Die Karte kann durch den Arbeitgeber regelmäßig mit einem frei festgelegten Betrag – in der Regel mit bis zu 50 Euro monatlich – aufgeladen werden. Das Guthaben lässt sich anschließend bei mehr als 40 teilnehmenden Akzeptanzstellen in Burglengenfeld einsetzen. Dazu gehören Geschäfte und Gastronomiebetriebe ebenso wie Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen.

Offiziell vorgestellt wurde die Gutscheinkarte im Rahmen eines Pressetermins gemeinsam mit Bürgermeister Martin Antretter, Vertreterinnen und Vertretern des Wirtschaftsforums sowie teilnehmenden Unternehmen. „Mit der Gutscheinkarte schaffen wir einen Mehrwert auf mehreren Ebenen. Die Beschäftigten erhalten eine echte Anerkennung für ihre Arbeit, die Unternehmen können ein attraktives Zusatzangebot machen und das eingesetzte Geld bleibt gleichzeitig in Burglengenfeld“, erklärt Benedikt Göhr, Kartenausgeber beim Wirtschaftsforum Burglengenfeld e. V. „Aus einer freiwilligen Arbeitgeberleistung wird damit zugleich konkrete Wirtschaftsförderung vor Ort.“

Einmal anmelden, automatisch aufladen

Die Abwicklung soll für die teilnehmenden Arbeitgeber möglichst einfach sein. Unternehmen melden ihre Beschäftigten einmalig beim Wirtschaftsforum an und legen dabei die gewünschte monatliche Aufladung fest. Die personalisierte Gutscheinkarte wird anschließend erstellt und kann in der Regel innerhalb von etwa zwei Wochen abgeholt werden. Danach erfolgt die Aufladung automatisch in der ersten Woche jedes Monats. Der Arbeitgeber erhält eine übersichtliche Abrechnung über die jeweiligen Karten und Aufladungsbeträge. Die Abrechnung und der Einzug erfolgen über das Wirtschaftsforum Burglengenfeld e. V. Änderungen bleiben jederzeit möglich: Die Höhe der Aufladung kann angepasst, eine zusätzliche Sonderaufladung veranlasst oder die Karte monatlich gekündigt werden. Das ist beispielsweise bei einem Wechsel von Teilzeit in Vollzeit, beim Ausscheiden eines Mitarbeiters oder bei der Gewährung eines zusätzlichen Bonus relevant.

„Gerade kleinere und mittlere Unternehmen benötigen Lösungen, die sowohl attraktiv als auch einfach in der Verwaltung sind“, betont Katja Spiller, Geschäftsführerin der Buchhandlung am Rathaus. „Nach der einmaligen Anmeldung läuft die monatliche Aufladung weitgehend automatisch. Der Betrieb erhält eine Rechnung und muss nicht jeden Monat neue Gutscheine bestellen oder an seine Beschäftigten verteilen.“

Arbeitgeberleistung mit spürbarem Wert

Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können Arbeitgeber ihren Beschäftigten Sachbezüge bis zu einer monatlichen Freigrenze von 50 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewähren. Für die Beschäftigten kommt der gewährte Betrag dadurch grundsätzlich ohne Abzüge als nutzbares Kartenguthaben an. Die Gutscheinkarte ist dabei nicht als Ersatz für bereits vereinbarten Arbeitslohn gedacht. Sie soll vielmehr eine zusätzliche freiwillige Leistung des Arbeitgebers sein – etwa als regelmäßige Anerkennung, als Baustein zur Mitarbeiterbindung oder als zusätzlicher Vorteil bei der Gewinnung neuer Fachkräfte.

„In Zeiten des Fachkräftemangels zählt nicht allein das monatliche Gehalt“, sagt Matthias Reichenbach als Unternehmer. „Beschäftigte achten verstärkt darauf, ob ihr Einsatz wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Mit der Gutscheinkarte können wir regelmäßig Danke sagen und gleichzeitig zeigen, dass wir hinter unserem Standort stehen.“

Auch für die Beschäftigten bietet die Karte einen konkreten Vorteil. Statt auf einen einzelnen Anbieter beschränkt zu sein, können sie selbst entscheiden, wofür sie ihr Guthaben einsetzen möchten – beispielsweise für einen Restaurantbesuch, Einkäufe, Fitnesstraining, einen Besuch im Wohlfühlbad Bulmare oder ein kulturelles Erlebnis.

„Die Vielfalt der Annahmestellen ist ein entscheidender Vorteil“, erklärt Imad Cheikho, erster Vorsitzender. „Man ist nicht auf ein bestimmtes Geschäft oder ein bestimmtes Angebot festgelegt, sondern kann das Guthaben passend zu den eigenen Interessen verwenden.“

Bürgermeister begrüßt lokalen Kreislauf

Bürgermeister Martin Antretter sieht in der Gutscheinkarte eine wirkungsvolle Verbindung von Mitarbeiterförderung und Stadtentwicklung: „Die Burglengenfelder Gutscheinkarte sorgt dafür, dass Wertschätzung unmittelbar vor Ort ankommt. Jeder aufgeladene Euro kann wieder in unseren Geschäften, gastronomischen Betrieben sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen ausgegeben werden. Davon profitieren die Beschäftigten, die Unternehmen und letztlich die gesamte Stadt.“ Die Karte trage zudem dazu bei, die Vielfalt der Innenstadt und der örtlichen Betriebe sichtbar zu machen. „Eine lebendige Stadt entsteht dort, wo Menschen einkaufen, essen gehen, Freizeitangebote nutzen und miteinander ins Gespräch kommen“, so der Bürgermeister weiter. „Deshalb ist die Gutscheinkarte nicht nur ein Zahlungsmittel, sondern auch ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Burglengenfeld.“

Kaufkraft bleibt in der Stadt

Der Burglengenfelder Einkaufsgutschein ist bereits heute ein wichtiges Instrument zur Bindung lokaler Kaufkraft. Nach Angaben des Wirtschaftsforums werden jährlich rund 6.000 Gutscheine mit einem Gesamtwert von mehr als 150.000 Euro ausgegeben. Mit der monatlich aufladbaren Scheckkarte soll dieses erfolgreiche System nun noch stärker für Arbeitgeber und Beschäftigte nutzbar gemacht werden. Jeder zusätzlich teilnehmende Betrieb sorgt für wiederkehrende Kaufkraft, die gezielt bei den örtlichen Akzeptanzstellen eingesetzt wird.

„Das Guthaben fließt nicht anonym an internationale Plattformen ab, sondern kommt unmittelbar bei den Betrieben in unserer Stadt an“, unterstreicht Imad Cheikho. „Damit unterstützen Arbeitgeber nicht nur ihre eigenen Beschäftigten, sondern zugleich viele weitere Arbeitsplätze, inhabergeführte Geschäfte und Veranstaltungen in Burglengenfeld.“

Das vorhandene Guthaben kann bis zu drei Jahre nach der letzten Aufladung genutzt werden. Frühere Aufladungen bleiben nach Angaben des Wirtschaftsforums innerhalb dieses Zeitraums erhalten. Sollte eine einzelne Annahmestelle nicht mehr zur Verfügung stehen, kann das Guthaben weiterhin bei den übrigen teilnehmenden Betrieben und Einrichtungen eingelöst werden.

Unternehmen können sich ab sofort anmelden

Interessierte Unternehmen aus Burglengenfeld und der Umgebung können ihre Beschäftigten beim Wirtschaftsforum Burglengenfeld e. V. für die Gutscheinkarte anmelden. Benötigt werden die Angaben zum Betrieb, zur jeweiligen Mitarbeiterin beziehungsweise zum jeweiligen Mitarbeiter sowie die gewünschte Höhe der monatlichen Aufladung.

Weitere Informationen, Antragsunterlagen und eine aktuelle Übersicht aller Annahmestellen erhalten Unternehmen unter: www.wifo-burglengenfeld.com/mitarbeitergutschein

Quelle: Wirtschaftsforum Burglengenfeld e.V.

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