
Staunen, ausprobieren und ins Gespräch kommen: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten am Freitagabend die Gelegenheit, bei NACHT.SCHAFFT.WISSEN. die Labore und Hörsäle der OTH Regensburg zu erkunden.
Kinder vermessen ist eigentlich nicht ihr Aufgabengebiet, doch bei NACHT.SCHAFFT.WISSEN. erstellte Prof. Dr. Theresa Knoblach mit Hilfe eines 3D-Laserscanners ausnahmsweise kein Modell eines Tunnels oder einer Wand, sondern von Besucherinnen und Besuchern. Mit Hilfe eines Tachymeters werden Millionen von Messpunkten erzeugt, aus denen eine Software detailgetreue digitale Abbilder generiert. Prof. Knoblach und ihre Mitarbeitenden erstellen so digitale Zwillinge oder detaillierte Umgebungen für autonomes Fahren.

3D-Laserscanning. Foto: OTH Regensburg/Simone Grebler

Abtauchen in virtuelle Realitäten. Foto: OTH Regensburg/Simone Grebler
Von 17 bis 23 Uhr präsentierte die OTH Regensburg am Freitag, 24. April 2026, Wissenschaft zum Anfassen und Mitmachen. Mehr als 60 Einzelaktionen standen zur Auswahl und die Entscheidung fiel gar nicht so leicht. Hunderte Besucherinnen und Besucher strömten zu den Informationsständen, um sich über das Studienangebot zu informieren, mehr über die Aktivitäten der Hochschule in Sachen Nachhaltigkeit zu erfahren oder sich mit Expertinnen und Experten über deren Forschung auszutauschen.
Im Gespräch mit Roboter Navel
Gleich zu Beginn zeigte sich, wie nah Zukunft und Gegenwart an der OTH Regensburg beieinanderliegen: Besucher Florian kam mit „Navel“ ins Gespräch, ein scheinbar alltäglicher Dialog, wäre sein Gegenüber nicht ein Roboter. Navel reagierte auf Fragen, führte Gespräche und demonstrierte eindrucksvoll, wie weit die Mensch-Maschine-Interaktion inzwischen entwickelt ist. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die Kommunikation mit dem Roboter selbst auszuprobieren und erlebten dabei, wie selbstverständlich der Austausch mit künstlicher Intelligenz bereits sein kann.
Im Labor für Biofluidmechanik erklärte Prof. Dr. Lars Krenkel anschaulich Strömungsphänomene im menschlichen Körper, von Blutflüssen in künstlichen Lungen bis hin zu Atemwegsströmungen. Ein echtes Schweineherz diente als anschauliches Exponat und zog viele Neugierige an. Auch interaktive Angebote waren stark gefragt. Im Eye-Tracking-Labor konnten Besucherinnen und Besucher nachvollziehen, wie Blickbewegungen analysiert werden, während Virtual-Reality-Anwendungen neue Perspektiven auf den eigenen Körper ermöglichten. Besonders junge Gäste hatten beim Löten ihre Freude und nahmen stolz ihre selbst gefertigten Werkstücke mit nach Hause.
Von Eye-Tracking bis zu 3D-gedruckten Toiletten
Neben technischen Einblicken spielte auch Gesundheit eine wichtige Rolle: Wer sich vor Osteoporose schützen wollte, war im Labor für Biomechanik bei Prof. Dr. Sebastian Dendorfer genau richtig. Dort wurde anschaulich gezeigt, wie Prävention funktionieren kann: Eine App erfasst jeden Sprung, rund 200 gezielte Belastungen tragen dazu bei, die Knochengesundheit zu stärken. Besucherinnen und Besucher konnten die Übungen direkt ausprobieren und erhielten Einblicke in aktuelle Forschungsansätze.
Wie sich Technik und Alltag verbinden, zeigte unter anderem das Labor für Sensorsysteme: Beim „Kickern mal anders“ wurden klassische Spiele mit moderner Messtechnik kombiniert. Kreativ ging es auch bei der Präsentation einer 3D-gedruckten Toilette zu, die veranschaulichte, welche Möglichkeiten additive Fertigung heute bietet.

Die Fakultät Business und Management wiederum lud zu einer Blindverkostung ein und machte erlebbar, wie Marketingstrategien unsere Wahrnehmung beeinflussen. Am Stand des Green Office setzten sich Besucherinnen und Besucher mit Fragen rund um Energieverbrauch und nachhaltige Mobilität auseinander. Bis in den späten Abend hinein blieb die OTH Regensburg ein Publikumsmagnet.








