Donnerstag, 16. April 2026

HAK Steinberg/Wackersdorf in der Ewigen Stadt

Auf dem Kapitolshügel stand die Kirche Ara Coeli, die auf den Ruinen des Tempels der Iuni Moneta erbaut wurde, im Mittelpunkt des Interesses der Reiseteilnehmer. Fotos: Jakob Scharf

Wenn man eine Reise nach Rom anbietet und über 50 Kilometer Fußmarsch ankündigt, wird das manchen zunächst wohl abschrecken. Deswegen herrschte am Ende dieser traditionellen Busfahrt des Heimatkundlichen Arbeitskreises Steinberg/Wackersdorf in die italienische Hauptstadt auch Erstaunen, als man die gelaufenen Kilometer zusammenzählte, die man so eigentlich nicht wahrgenommen hatte, weil es immer kurzweilig war.

Getreu dem Motto ihres versierten Romführers Jakob Scharf „Rom lernt man nur zu Fuß kennen“ erkundeten die Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis bei schönstem Wetter die antiken und christlichen Sehenswürdigkeiten Roms. Ausgangspunkt war ein zentral gelegenes Hotel in der Nähe des Bahnhofes Termini, so dass zwangsläufig die Kirche Santa Maria degli Angeli – erbaut auf den Ruinen der Diokletiansthermen – die erste von zahlreichen Kirchen war. Maria Maggiore, in der Papst Franziskus bestattet ist, St. Giovanni in Laterano, Andrea in Quirinale, Croce Gerusalemne, Trinita de Monti, oder Pietro in Vincoli und Maria sopra Minerva folgten. Höhepunkt war sicher für viele die Papstaudienz mit Leo IVX. Manche nutzten auch die Zeit zu einer Fahrt auf die Peterskuppel, von der man eine fantastische Aussieht genoss oder für einen Besuch des Campo Santo Teutonico, des Deutschen Friedhofes, auf dem ungefähr 1400 Namensnennungen seit dem 15. Jahrhundert enthalten sind. Selbstverständlich gab es auch historische Einblicke in die Antike mit den Kaiserforen und dem Kolosseum oder dem Circus Maximus. Enttäuschend war die Feststellung der zunehmenden Kommerzialisierung mit Eintritten am Trevibrunnen und dem Pantheon, was wahrscheinlich nur der Anfang einer Entwicklung sein wird. Beklemmende Gefühle kamen beim Gang durchs Judenviertel auf, wo Papst Paul IV. 1555 die Juden in einem Ghetto einmauerte und die deutsche SS 1943 das Viertel stürmte und rund 1000 Menschen nach Auschwitz deportierte.

Die Piazze di Spagna, Populo, Navona, Barberini, Venezia beeindruckten mit Brunnen und Obelisken ebenso wie der Kapitolinische Hügel mit dem Reiterstandbild von Kaiser Marc Aurel. Insgesamt kehrte die Reisegruppe mit vielen schönen Erlebnissen wieder in die Heimat zurück, wo sie bezweifelte, ob dies – wie angekündigt – die letzte Romtour von Jakob Scharf war.

Papst Leo XIV. segnete bei der Audienz auf dem Petersplatz die Schwandorfer Reisegruppe.
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