Montag, 16. März 2026

Wildkochkurs in der Event-Küche der neuen Grundschule Bodenwöhr

Selfie von Bürgermeister Georg Hoffmann mit den sichtlich zufriedenen Kochkurs-Teilnehmern.
Fotos: Randolf Alesch

Bifteki (griechische Frikadelle mit Schafskäse gefüllt) vom Wildschwein auf griechischen Salat und Tomatenreis als Vorspeise, Rehrücken im Blätterteig mit Kartoffel-Erbsen-Püree, Rotweinsoße und Bohnen im Speckmantel als Hauptspeise sowie ein frisch-fruchtiges Käse-Sahne-Dessert mit Quark, Joghurt und Früchten als Nachspeise – was sich anhört, wie die Speisekarte eines Wildspezialitäten-Restaurants, waren die Gerichte, die bei einem Wildkochkurs von Jäger Alois Neft in der Event-Küche der neuen Grundschule Bodenwöhr, zubereitet wurden. An dem illustren Eröffnungskochkurs nahmen 13 „Kochlehrlinge“ teil, unter anderem die Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf (CSU), Rektor Markus Binder von der Grund- und Mittelschule Bruck, Hausherrin Rektorin Lisa Rudhardt, die ehemalige Bodenwöhrer Rektorin Margit Schmidbauer, Bürgermeister Georg Hoffmann (CSU), seine Frau Antonia, die Gemeinderäte Carina Hoffmann und Harald Bauer sowie die Wildkräuterpädagogin Simone Schwarz.

Aufmerksam folgen Martin Englhardt-Kopf und Georg Hoffmann den Weisungen von Alois Neft.

Zur Einstimmung ein Glas Rotwein

Neft, passionierter Jäger aus Windmais, der im normalen Leben Lokführer bei der Bahn war und sich jetzt seit rund drei Jahren im Ruhestand befindet, organisierte in den vergangenen Jahren insgesamt rund 30 Kochkurse mit ca. 400 Teilnehmern und vermittelte dabei, wie man das Fleisch aus den einheimischen Wäldern artgerecht zerlegt und vorteilhaft zubereitet. Seine Kochkurse hielt er früher  vor allem in der Küche des ehemaligen Krankenhauses in Nittenau und später in der Schulküche der Grundschule in Bodenwöhr. Zur Eröffnung der Eventküche in der neuen Grundschule Bodenwöhr kehrten Nefts Wildkoch-Künste wieder an alte Stelle, aber mit neuem Gewand zurück, organisiert von Bürgermeister Hoffmann. Die 13 Teilnehmer hatten sichtlich Spaß und waren mit Eifer bei der Sache. Nach einem Glas Rotwein aus dem Markgräflerland zur Begrüßung und Einstimmung auf den Abend wurden unter Anleitung von Neft zunächst die verschiedenen Gänge vorgestellt und die Aufgaben verteilt, ehe es ans „Eingemachte“ ging. Es wurde gewaschen, geputzt, geschnitten, geschnippelt, geschält, geknetet und entbeint. Ehe man sich versah, brutzelte und dampfte es auch schon in sämtlichen Töpfen und Pfannen. Neft hob hierbei die Vorzüge des Wildfleisches hervor.

Die Schul-Rektoren Lisa Rudhardt und Markus Binder sowie Bürgermeisters-Gattin Antonia Hoffmann servieren die Vorspeise, Bifteki vom Wildschwein auf griechischen Salat und Tomatenreis.

Wildfleisch ist Bio und Natur pur

Es sei nicht nur fett- und kalorienarm, sondern durch seine zahlreichen Nährstoffe eines der gesündesten und qualitativ hochwertigsten Lebensmittel überhaupt. Wild ist nicht nur „bio“ – es ist sogar besser, nämlich bayerische Natur pur, so Neft. Wildfleisch verlässt nie den natürlichen Kreislauf. Es kommt aus der Natur, wird dort erlegt und kommt von dort aus direkt auf den Teller, insbesondere dann, wenn es von den heimischen Jägern geliefert wird. Nach getaner Arbeit wurden die verschiedenen Gänge serviert und man ließ es sich schmecken. Den Abschluss bildete das Käse-Sahne-Dessert. Da konnte man noch so voll sein, diesen Leckerbissen ließ sich niemand entgehen. Stilgerecht wurde zu den Speisen kein Bier, sondern verschiedene Sorten Rotwein aus dem Markgräfler Land gereicht. Man saß noch lange zusammen, fachsimpelte über die eine oder andere Speisenzubereitung und zeigte sich selbst überrascht über die eigenen Kochkünste.

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