
Foto: Hans-Peter Weiß
Wölsendorf/Schwarzach. Zur ordentlichen Jahreshauptversammlung versammelten sich die Mitglieder des Bergknappenverein „Marienschacht“ Wölsendorf im Gasthaus Bodensteiner. Vorsitzender Dr. Wolfgang Lehner begrüßte neben zahlreichen Vereinsmitgliedern auch den Schwarzacher Bürgermeister Michael Wilfahrt sowie Jürgen Ferschl, Vorsitzender der Bergknappen Stulln-Schwarzenfeld. In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Wilfahrt die Errichtung des neuen Bergbau-Denkmals als besonderen Meilenstein für die Gemeinde. „Der Bergbau, der für harte Arbeit, Mut und Entschlossenheit, vor allem aber für Kameradschaft und Zusammenhalt steht, hat unsere Region über Generationen geprägt“, betonte das Gemeindeoberhaupt. Die Jahreshauptversammlung zeige eindrucksvoll, dass im Verein Tradition und Zukunft eng miteinander verbunden seien.
Positive Mitgliederentwicklung und reges Vereinsleben
Nach dem Totengedenken blickte Vorsitzender Dr. Wolfgang Lehner auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Besonders erfreulich entwickelte sich die Mitgliederzahl: Neun Austritten standen 15 Neuaufnahmen gegenüber. Damit zählt der Verein aktuell 91 Mitglieder. Der Vorsitzende erinnerte an die Beteiligung an zahlreichen Festen auf Orts- und Regionalebene, unter anderem in Altfalter. Eine Abordnung nahm zudem an der Installation von Pfarrer Moosbauer in Schwarzenfeld teil. Zu den herausragenden Terminen zählten die traditionelle Barbarafeier, das Rorate in der Dionyskirche sowie die gemeinsam mit den Stullner Knappen begangene Mettenschicht.
Auch praktische Arbeit kam nicht zu kurz: Mehrere Arbeitseinsätze am Heinrich-Kocher-Stollen und an der Schutzhütte forderten die Mitglieder. Im Mittelpunkt des vergangenen Vereinsjahres stand jedoch die Errichtung des Bergbau-Denkmals. Lehner dankte allen Helferinnen und Helfern ausdrücklich für ihren engagierten Einsatz.
Vorstandsgremium neu gewählt
Höhepunkt der Versammlung war die turnusmäßige Neuwahl unter der Leitung von Bürgermeister Wilfahrt. Die 25 stimmberechtigten Mitglieder bestätigten Dr. Wolfgang Lehner als Ersten Vorsitzenden sowie Alois Lehner als dessen Stellvertreter einstimmig im Amt. Neu zum Schriftführer wurde Hans-Peter Weiß gewählt, sein Stellvertreter ist Johann Schatz. Die Kassengeschäfte liegen weiterhin in den Händen von Agnes Lehner, unterstützt von Winfried Schwarz als stellvertretendem Kassier. Als Beisitzer fungieren Simon Gradl, Alois Singer, Rudi Lehner (Nabburg) und Heinrich Wegerer. Die Kassenprüfung übernehmen Michael Pamler und Rudolf Lehner (Wölsendorf). Die Vereinsfahne trägt weiterhin Thomas Humbs, begleitet von Agnes Lehner und Rudi Lehner (Wölsendorf).
Ausblick auf Jubiläum und Denkmaleinweihung
Zum Abschluss gab Vorsitzender Lehner einen Ausblick auf die kommenden Monate. Der Jahresausflug führt vom 26. bis 28. Juni nach Auffach in der Wildschönau. Darüber hinaus beteiligt sich der Verein an der Vollversammlung des Landesverbandes am 15. März, am Radlersonntag, an der Fronleichnamsfeier, an verschiedenen Weinfesten sowie am Bergmannsrorate in Schwarzenfeld.
Ein besonderer Termin steht im Mai an: die feierliche Einweihung des Bergbau-Denkmals mit anschließender Feier im Dorfstodl. Gleichzeitig wird das 70-jährige Bestehen der Patenschaft mit dem Knappenverein Wackersdorf begangen.
Chronik zum 75-jährigen Bestehen geplant
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurden Anregungen zur Anschaffung von T- und Poloshirts mit dem neuen Vereinslogo sowie zur Wiedereinführung von Ehrungen eingebracht. Der neue Schriftführer Hans-Peter Weiß kündigte die Erstellung einer Vereinschronik an, die rechtzeitig zur 75-Jahr-Feier im kommenden Jahr fertiggestellt werden soll. Bürgermeister Wilfahrt sprach sich zudem dafür aus, an den ehemaligen Bergbauschächten Informationstafeln anzubringen und das Turmzimmer im Dorfstodl künftig auch für Ausstellungen zu nutzen. Ein entsprechender Antrag soll 2027 über die ILE gestellt werden. Für sein außergewöhnliches Engagement bei der Realisierung des Bergbau-Denkmals in der Ortsmitte wurde Vorsitzender Dr. Wolfgang Lehner abschließend von Simon Gradl mit einer Spat-Uhr geehrt.








