Dienstag, 27. Januar 2026

Wildkochkurs beim Frauenbund Neukirchen-Balbini

Neukirchen-Balbini: Bifteki (griechische Frikadelle mit Schafskäse gefüllt) vom Wildschwein auf Couscous Salat und Tomatenreis als Vorspeise, Rehrücken im Blätterteig mit Kartoffel-Erbsen-Püree, Bohnen im Speckmantel und Rotweinsoße als Hauptspeise sowie ein Käse-Sahne-Dessert mit Quark, Joghurt und Früchten als Nachspeise – was sich anhört, wie die Speisekarte eines Wildspezialitäten-Restaurants, waren die Gerichte, die bei einem Wildkochkurs von Jäger Alois Neft beim Katholischen Frauenbund in Neukirchen-Balbini zubereitet wurden. Neft, passionierter Jäger aus Windmais, der im normalen Leben Lokführer bei der Bahn war und sich jetzt seit rund drei Jahren im Ruhestand befindet, organisierte in den vergangenen Jahren insgesamt rund 30 Kochkurse mit ca. 400 Teilnehmern und vermittelte dabei, wie man das Fleisch aus den einheimischen Wäldern artgerecht zerlegt und vorteilhaft zubereitet. Neft hielt früher seine Kochkurse vor allem in der Küche des ehemaligen Krankenhauses in Nittenau und später in der Schulküche der Grundschule in Bodenwöhr. Auf Angebot von Doris Fischer hat er in der Küche des Bodenwöhrer „Fleisch- und Wurstspezialitätengeschäft Doris“ ebenfalls schon einen Wildkochkurs abgehalten.

Nach dem Wildkochkurs saßen die Damen des Kath. Frauenbund Neukircehn-Balbini noch lange mit Bürgermeister Markus Dauch (4.v.l.) und Jäger Alois Neft (2.v.r.) zusammen und man fachsimpelte über die Speisenzubereitung. Foto: Randolf Alesch

 Zur Einstimmung ein Glas Rotwein

Nun waren seine Wildkoch-Künste beim Frauenbund in Neukirchen-Balbini gefragt. Zubereitet wurden die Gerichte in der Küche und im Saal des Pfarrheimes, welches von Neft und Frauenbundleiterin Patricia Dauch zuvor liebevoll dekoriert worden war. Die 10 Teilnehmer, darunter auch der Bürgermeister von Neukirchen-Balbini Markus Dauch, hatten sichtlich Spaß und waren mit Eifer bei der Sache. Nach einem Glas Rotwein aus dem Markgräflerland zur Begrüßung und Einstimmung auf den Abend wurden unter Anleitung von Neft zunächst die verschiedenen Gänge vorgestellt und die Aufgaben verteilt, ehe es ans „Eingemachte“ ging. Es wurde gewaschen, geputzt, geschnitten, geschnippelt, geschält, geknetet und entbeint. Ehe man sich versah, brutzelte und dampfte es auch schon in sämtlichen Töpfen und Pfannen. Neft hob hierbei die Vorzüge des Wildfleisches hervor. 

Bürgermeister Markus Dauch (vorne) und die Damen vom Kath. Frauenbund Neukirchen-Balbini .
Foto: Randolf Alesch

Wildfleisch ist Bio und Natur pur

Es sei nicht nur fett- und kalorienarm, sondern durch seine zahlreichen Nährstoffe eines der gesündesten und qualitativ hochwertigsten Lebensmittel überhaupt. Wild ist nicht nur „bio“ – es ist sogar besser, nämlich bayerische Natur pur, so Neft. Wildfleisch verlässt nie den natürlichen Kreislauf. Es kommt aus der Natur, wird dort erlegt und kommt von dort aus direkt auf den Teller, insbesondere dann, wenn es von den heimischen Jägern geliefert wird. Nach getaner Arbeit wurden die verschiedenen Gänge serviert und man ließ es sich schmecken. Den Abschluss bildete das Käse-Sahne-Dessert. Da konnte man noch so voll sein, diesen Leckerbissen ließ sich niemand entgehen. Stilgerecht wurde zu den Speisen kein Bier, sondern verschiedene Sorten Rotwein aus dem Markgräfler Land gereicht. Man saß noch lange zusammen, fachsimpelte über die eine oder andere Speisenzubereitung und zeigte sich selbst überrascht über die eigenen Kochkünste.

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