Dienstag, 27. Januar 2026

Wildfütterung mit den Waldfröschen

Das Wildfutter wurde von Alois Neft und den „Waldfröschen“ auf dem Schneeboden verteilt.
Foto: Randolf Alesch

Seit September 2022 gibt es in Neukirchen-Balbini die Waldkindergartengruppe „Waldfrösche“, deren Träger die „LearningCampus GmbH“ aus Trabitz in der Nähe von Pressath ist. Zunächst war die Gruppe im Schießlhof untergebracht, ehe sie wenige Wochen später in ihren neuen Waldkindergartenwagen, der mitten im Jagdrevier Neukirchen-Balbini liegt, umziehen durfte. „Ein Waldkindergarten passt zu uns Jägern“, betonten die beiden Jagdpächter Josef Bauer und Alois Neft, „man habe viele Gemeinsamkeiten, vor allem die Nähe zu Flora und Fauna, so dass eine gewisse Seelenverwandtschaft da sei. Deshalb habe man sich entschlossen, Kontakt aufzunehmen, ein guter Nachbar zu sein und den Kindergarten zu unterstützen, was inzwischen auch schon mehrmals umgesetzt wurde – so kürzlich wieder, als sich bei der 1000jährigen Linde in Grottenthal 20 Kids, Hannah Just, die Leiterin der Gruppe und Jagdpächter Alois Neft trafen. 

Zuckerrüben zerkleinert und „Rehbetten“ entdeckt

Zunächst ging es in den Keller von Jagdpächter Josef Bauer. Dort wurden gemeinsam Zuckerrüben zerkleinert und mit Apfeltrester vermengt. Die vermengte Mischung wurde anschließend auf einen Schlitten geladen, der von den Kindern über den Schnee zur Futterstelle gezogen wurde. Dort wurde das Futter verteilt. Im direkt daneben angrenzenden Wald wurden dann zur Überraschung aller sogenannte „Rehbetten“ entdeckt., also vom Laub und Schnee freigescharrte ebene Mulden am Waldboden, die Rehe als Schlaf- oder Ruheplätze nutzen. Diese „Rehbetten“ sind gut getarnt, werden oft unter Bäumen angelegt und sind an den weggescharrten Resten erkennbar, was den Rehen Schutz vor Raubtieren und Witterung bietet. Nach dem Rückmarsch machten die Kinder im Anwesen von Josef Bauer noch eine Brotzeit bevor sie wieder den Rückweg zum Waldkindergarten antraten. Kommenden Herbst will Jäger Alois Neft mit den „Waldfröschen“ Futterhäuschen bauen, die sie dann mit Heim nehmen können.

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