Mai mit außergewöhnlich hohem Einsatzaufkommen

Eine kräftige Gewitterfront hat am Samstag, den 30. Mai 2026, zahlreiche Einsätze für die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf ausgelöst. Einsätze für die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf ausgelöst. Aufgrund des hohen Einsatzaufkommens aktivierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz, Betriebsstätte Amberg, die Kreiseinsatzzentrale (KEZ) im Landratsamt Schwandorf. Die ehrenamtlich besetzte Einrichtung unterstützt die Leitstelle insbesondere bei größeren Schadenslagen und einer Vielzahl zeitgleicher Einsatzstellen. Während der Unwetterlage wurden insgesamt 29 Einsätze über die KEZ koordiniert. Die Einsatzschwerpunkte lagen vor allem bei umgestürzten Bäumen, Ästen auf Verkehrswegen, Bäumen auf Gebäuden und Stromleitungen sowie bei Sicherungsmaßnahmen an beschädigten Objekten. Neben den Feuerwehren kamen in einzelnen Fällen auch Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) zum Einsatz. Während die Einsatzkräfte im gesamten Landkreis die Gefahrenstellen abarbeiteten, liefen in der Kreiseinsatzzentrale die Fäden zusammen. Unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Christoph Beier wurden eingehende Schadensmeldungen erfasst, bewertet und priorisiert sowie den zuständigen Feuerwehren zur Abarbeitung zugewiesen. Durch die zentrale Koordinierung konnten die verfügbaren Einsatzkräfte zielgerichtet eingesetzt und die Integrierte Leitstelle wirksam entlastet werden. Kreisbrandrat Christian Demleitner verschaffte sich vor Ort einen Überblick über die Lageentwicklung sowie die Arbeit der ehrenamtlichen Kräfte in der Kreiseinsatzzentrale.
Der Mai 2026 stellte die Feuerwehren des Landkreises Schwandorf insgesamt vor außergewöhnliche Herausforderungen. Bereits ohne die Einsätze des 31. Mai wurden im Landkreis insgesamt 593 Feuerwehreinsätze registriert. Darunter befanden sich 255 Brandeinsätze, 240 Technische Hilfeleistungen, 78 sonstige Tätigkeiten, 17 Sicherheitswachen sowie drei ABC-Einsätze.
Besonders deutlich zeigt sich die außergewöhnliche Belastung bei den Brandeinsätzen. Mit 255 Alarmierungen verzeichneten die Feuerwehren einen ungewöhnlich hohen Wert. Darunter befanden sich 83 Waldbrände sowie 20 Freiflächenbrände. Hinzu kamen unter anderem ein Großbrand in einem landwirtschaftlichen Anwesen sowie ein Großbrand in einem Industriebetrieb. Auch die Technischen Hilfeleistungen erreichten mit 240 Einsätzen ein hohes Niveau. Allein die Unwetterlage am 30. Mai führte zu 54 Einsätzen im Landkreis.

Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser unterstreicht die besondere Situation: „Die Wetterextreme der vergangenen Wochen haben maßgeblich zu diesem außergewöhnlich hohen Einsatzaufkommen beigetragen. Besonders bei den Brandeinsätzen waren die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen deutlich spürbar. Die Vielzahl an Wald- und Vegetationsbränden zeigt, wie aufmerksam die Bevölkerung gerade in den Sommermonaten sein muss.“
Kreisbrandrat Christian Demleitner dankt allen eingesetzten Kräften: „Unsere Feuerwehren haben einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass sie ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft sowie des Brand- und Katastrophenschutzes sind. Die Einsatzkräfte leisten Tag und Nacht ehrenamtlich einen unschätzbaren Dienst für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Dafür gebührt ihnen großer Respekt und Anerkennung. Wir stehen erst am Beginn des Sommers. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie schnell sich Wetterlagen entwickeln und welche Auswirkungen Trockenheit, Hitze und Unwetter auf unsere Region haben können.“
Die Kreisbrandinspektion appelliert daher an die Bevölkerung, insbesondere in Wald- und Vegetationsgebieten aufmerksam zu sein und verdächtige Rauchentwicklungen umgehend zu melden.
„Siehst du Rauch und Feuerschein – 112 muss es sein!“
Eine frühzeitige Alarmierung über den Notruf 112 kann entscheidend dazu beitragen, Brände bereits in der Entstehungsphase zu bekämpfen und größere Schäden zu verhindern.








