„Battle Of Bavaria“ lockte zahlreiche Teilnehmer und Besucher an

Auch dieses Jahr hat die Kampfsportschule Rubner aus Burglengenfeld wieder die German State Championships in der Teublitzer Dreifachturnhalle ausgerichtet. Der internationale WMAC (World Martial Arts Committee) Wettbewerb fand das dritte Jahr in Folge im Städtedreieck statt und lockte am Wochenende zahlreiche Teilnehmer aus aller Welt an. Insgesamt waren es 1087 Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die in unterschiedlichen Disziplinen antraten. Neben Teilnehmern aus der Slowakei, Italien, Tschechien, Kroatien und weiteren Nationen war sogar ein Team aus Nepal angereist.


Hohes Niveau, spannende Kämpfe
Das Turnier diente auch als Qualifikation für verschiedene Nationalteams. Dementsprechend hoch war das Niveau. Vor allem am Samstag konnte man neben hoffungsvollen Nachwuchskämpfern auch vielen Profis beim Kämpfen zusehen. Dabei waren die unterschiedlichsten Disziplinen vertreten – vom Kickboxen über Karate bis hin zu Taekwondo, Oriental Boxing, Grappling und MMA. Käfigkämpfe, also Fullcontact-MMA-Kämpfe, gab es dieses Jahr nicht.


Einsteiger-Disziplinen für Kinder
Am Sonntag traten überwiegend Kinder in Einsteiger-Disziplinen wie Rumble und No Contact gegeneinander an. Beim Rumble müssen dem Gegner Bänder vom Gürtel abgenommen werden – Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen stehen dabei im Mittelpunkt, nicht das Schlagen oder Treten. No Contact ist eine kontaktlose Vorstufe des Kickboxens, bei der die Schläge den Gegner nicht treffen dürfen. Diese Disziplinen sind eine großartige Möglichkeit für Kinder, erste Wettkampferfahrungen zu sammeln, ohne dabei bereits das Verletzungsrisiko von Kontaktkämpfen auf sich zu nehmen.
Neben klassischen Kämpfen konnten Besucher auch diverse Kampfkunst-Vorführungen bestaunen, wie zum Beispiel choreografierte Waffen-Shows, kreative Selbstverteidigungs-Demonstrationen oder eine Darbietung im Breaking, bei der Bretter und Platten zerschlagen wurden.


Eine Veranstaltung für den Kampfsport-Nachwuchs
Die „Battle Of Bavaria“, wie der Wettkampf in Teublitz genannt wird, ist alljährlich die einzige WMAC Veranstaltung in Bayern. Herbert Rubner, Inhaber der Kampfsportschule Rubner, steckte auch dieses Jahr viel Zeit, Herzblut und Nerven in die Organisation des Turniers. Warum er sich das antut? „Weil es für unsere Kinder eine Möglichkeit ist, eine internationale Wettkampf-Situation zu erleben, ohne dafür hunderte von Kilometern zu fahren – und auch für die umliegenden Vereine“, so Rubner. Der ehemals erfolgreiche Wettkämpfer leitet heute die Kampfsportschule Rubner, die Kickbox-Training für Kinder und Jugendliche anbietet.


(Text: Ina Dechant)








