Donnerstag, 18. Juni 2026

Steinberger Kirwa wieder ein voller Erfolg

Am Kirchenzug beteiligten sich viele Ortsvereine und auch der Burschenverein „Almenrausch“ Klardorf. Fotos: Jakob Scharf

Die traditionelle Steinberger Kirwa – immer am 3. Sonntag nach Pfingsten- war wieder ein voller Erfolg und wurde vier Tage lang gefeiert. Die Besucher zollten dem Burschenverein „Tannengrün“ großen Respekt für die organisatorische Meisterleistung. Erstmals gestaltetet der Heimatkundliche Arbeitskreis den Kirwamontag im Museumsgarten und erfuhr ebenfalls von der Bevölkerung guten Zuspruch.

Abwechslungsreiches Programm

Mit dem „Umespieln“ lud man schon Tage zuvor auf den Festplatz ein. Begonnen haben die Feierlichkeiten am Freitag mit dem Einholen und dem „professionellen“ Aufstellen des Kirwabaumes. Das erste Fass Bier zapfte zum ersten Mal der kürzlich neugewählte Bürgermeister Christian Meßmann an, ehe die Band „Sappralot“ die Kirwa musikalisch eröffnete. Ihr Debüt gab in Steinberg am Samstag die Band „SaKrisch“. Der Kirwasonntag begann mit dem Kirchenzug in die Pfarrkirche St. Martin, wo Pater Robin den Festgottesdienst zelebrierte. Anschließend spielte die Jugendblaskapelle Wackersdorf/Steinberg zum Frühschoppen zünftig auf. Den Dämmerschoppen gestaltete „Kreiz und Quer“, so dass für jeden Musikgeschmack etwas geboten war. Mit Public Viewing im sehr gut gefüllten Festzelt und dem 7:1 Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao wurde eine vollauf gelungene Dorfkirwa abgeschlossen. Am Montag konnten sich die Burschen etwas erholen und besuchten den HAK im Museumsgarten. Gut angekommen an allen Tagen ist einmal mehr der Tanz der Kirwapaare.

Auch der 1.Vorsitzende Andreas Vetter schwang mit den anderen Kirwapaaren das Tanzbein.

Sorgen um Zukunft des Burschenvereins

Im „Kirwabladl“ blendete „Tannengrün“ auf die jüngere Geschichte der Steinberger Kirwa zurück und schlug dabei auch nachdenkliche Töne an. Während früher „Beim Wast“ oder Boder“ oder sogar im „Grafenstodl“ gefeiert wurde, findet die Kirwa seit 2007 auf dem Festplatz zwischen Feuerwehr und Sportplatz statt. Nach wie vor sind die aktuellen Burschen und auch ihre Ehrenmitglieder mit großem Engagement dabei. Die sich selbst als „Verrückte“ bezeichnenden Organisatoren verweisen auf tagelange Arbeit, um drei Zelte aufzubauen und tausend Quadratmeter Holzboden zu verlegen, ganz abgesehen von der Organisation um 1. Vorstand Andreas Vetter und seinem engagierten Team. Mancher Urlaubstag wurde dafür geopfert. Dennoch beklagt man den fehlenden Nachwuchs. Deswegen schließt man die einmal mehr gelungene Kirwa mit dem Appell an die Burschen in und um Steinberg, dem Verein beizutreten, um die viele Jahrzehnte währende Tradition auch in Zukunft fortführen zu können.

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