Freitag, 16. Januar 2026

Steinberg: Wahlkampfauftakt der CSU vor „vollem Haus“

Aufbruchstimmung im bis auf den letzten Platz besetzten Restaurant im Hotel-Gasthof Fenzl bei den Christsozialen für den bevorstehenden Kommunalwahlkampf: „Mit Demut, aber auch mit Selbstvertrauen“ werbe man bei den Steinbergern für Bürgermeisterkandidat Christian Meßmann und die zwölf Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten.

CSU-Ortsvorsitzender Fabian Kraus konnte dazu auch den stellvertretenden Landrat und Altbürgermeister Jakob Scharf sowie den Ehrenvorsitzenden Reinhold Dauerer begrüßen. Eingangs begründete er die Aufstellung einer selbständigen Liste der Jungen Union, die ebenfalls voll hinter dem Bürgermeisterkandidaten der CSU stehe. Durch das neue Wahlgesetz dürfe man nur noch zwölf anstatt 24 Kandidaten aufstellen. Wegen der stark besetzten CSU-Liste hätten sich die jungen Leute und die Mitglieder der wiedergegründeten Frauenunion entschlossen, dem Wähler ein zusätzliches Angebot zu machen. Im Gegensatz zu anderen Mitbewerbern seien alle CSU-Kandidaten fest im Dorfleben verwurzelt und engagieren sich in den Ortsvereinen, Schule und Kirche. Diese Kandidaten von Platz 3 bis 12 stellten dann Kraus und Meßmann ausführlich vor: Sandra Scharf, Bernd Hasselfeldt, Markus Lang, Franz Kiendl, Elisabeth Ram, Felix Kaplycz, Thomas Rupprecht, Josef Mauerer, Andreas Stangl und Josef Haller.

Teamarbeit anstatt One-man-Show

Bürgermeisterkandidat Christian Meßmann stellte dann ausführlich das Wahlprogramm der CSU für die kommenden sechs Jahre vor. Er könne auf 89 Jahre Gemeinderatserfahrung „seiner“ Liste und viele innovative Ideen bauen. Was Steinberg von vielen anderen Kommunen unterscheide, sei die Prägung des dörflichen Lebens mit vielen sozialen Kontakten und einem generationsübergreifenden Zusammenhalt. Die Weichen für eine gute Zukunft „einer aufstrebenden Tourismus- und attraktiven Wohngemeinde“ seien durch die örtliche CSU in Jahrzehnten richtig gestellt worden. „Steinberg hatte lange genug eine One-Man-Show. Ich will das ändern und setze auf Teamarbeit“, betonte Meßmann. Das tragfähige Zukunftskonzept der CSU setze auf drei Säulen: Starke und kompetente Kandidaten, Fach- und Führungskompetenz sowie den Inhalt des durchdachten Wahlprogramms.

Nahversorgung als dringendes Problem

Dieses beinhalte vier Hauptthemen: Nahversorgung, Ortsmitte, Wohnsituation und Haushaltslage. Gerade die Nahversorgung sei eines der Hauptthemen, da es in Steinberg keine Einkaufsmöglichkeit mehr gibt. Die Ansiedlung eines Discounters sei ziemlich unwahrscheinlich. Dorfladen, mobile Verkaufswägen von Bäckern und Metzgern oder Automatengeschäft seien mögliche Alternativen. In der Dorfmitte soll auf dem ehemaligen Ponyhofgelände eine Möglichkeit für Wohnen im Alter geschaffen werden. Erste Schritte seien bereits getan. Der Erhalt und die Verbesserung der Infrastruktur sowie der Hochwasserschutz werde eine wichtige Aufgabe bleiben. Angebote für die Jugend würden zum Großteil fehlen. Schwierig sei die Ausweisung neuer Baugebiete, da Steinberg vom Kohleabbau „eingekreist“ sei. Dennoch müsse die Entwicklung behutsam weiter vorangetrieben werden.

Seeentwicklung weitestgehend abgeschlossen

Eine klare Absage erteilte Meßmann dem jetzigen Entwurf für das Baugebiet „Steinbuchstraße“, wenngleich man grundsätzlich zu diesem neuen Baugebiet stehe.. Eine Ausweitung „um jeden Preis“ dürfe es nicht geben. Auch die Schließung bestehender Baulücken sei ein Ziel der CSU. Finanziell sei die Situation nicht rosig, denn die gesamten Rücklagen sein aufgebraucht. Die Haupteinnahmequellen seien die Einkommenssteuer und due Einnahmen von den Seeanliegern. “Seitens der Gewerbesteuern sind keine großen Sprünge zu erwarten“, meinte der Listenführer. Es gelte, neue Wege auf der Einnahmeseite zu suchen bis hin zu einer Kurtaxe. Auch zur Seeentwicklung habe die CSU eine feste Meinung: der eingeschlagene Weg zur Tourismusgemeinde sei vollkommen richtig gewesen. Doch nun müsse man „mit Maß und Ziel weiter agieren“, da man keinen Freizeitpark wolle. Die Entwicklung sei „weitestgehend abgeschlossen“. Dennoch werde man sich neuen kreativen Ideen nicht verschließen. CSU-Ortsgeschäftsführer Felix Kaplycz und Bernd Hasselfeldt betonten abschließend nochmals die große Geschlossenheit der Unionsfamilie und die Vielfalt der beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten der zwölf Kandidaten.

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