Dienstag, 24. Februar 2026

Starkbierfest der Union in Steinberg mit Gästen aus den „Vororten“

Zwei kräftige Schläge, dann schäumte der Jacobator in den Steinkrügen.
Fotos und Video: Hans-Peter Weiß

„Bruder Hasselbär“ alias Bernd Hasselfeldt war einmal mehr in seinem vollen Element und „derbleckte“ als versierter Starkbierfestredner in der bis auf den letzten Platz gefüllten Sporthalle alle, die sich im letzten Jahr „Bemerkenswertes“ geleistet hatten.

CSU-Ortsvorsitzender Fabian Kraus, der eingangs das gute Miteinander der Unionsfamilien Wackersdorf und Steinberg betonte, konnte dazu auch zahlreiche Politprominenz begrüßen, u. a. Landrat Thomas Ebeling, der in seinem Grußwort das Steinberger Starkbierfest als eines der ältesten im Landkreis lobte, sowie seine Stellvertreter Birgit Höcherl und Jakob Scharf (alle CSU), OB Andreas Feller (CSU) aus dem „Vorvorort Schwandorf“, Bürgermeister Thomas Falter „aus dem Vorort Wackersdorf“ sowie das örtliche Gemeindeoberhaupt Harald Bemmerl (SPD).

Ein besonderer Gruß galt den Tanngrindler Musikanten, die gerne kommen, „wenn Steinberg uns ruft“, sowie den Brauern des süffigen Starkbierfestes aus Bodenwöhr. Kraus dankte vor allem den Ortsvereinen, bei denen viele „schwarze“ Kandidaten aktiv sind, für ihr Engagement.

Und dann ging es gleich los mit dem ersten Auftritt, dem Einakter „Die Scheinheiligen“ von der Jungen Union zur Moral des Dorfes. Da die „Dorfratschen“ gesundheitsbedingt verhindert waren, glänzte nochmals die JU mit Christian und Marco Hasselfeldt sowie Sinan Wiendl als „Bauhofmitarbeiter“. Sie gaben Einblick in das nicht immer leichte Los der Gemeindebediensteten und sammelten im Publikum für das „ständig fahruntüchtige Auto“ des CSU-Bürgermeisterkandidaten.

Starkbierredner Bernd Hasselfeldt begrüßte das Publikum – von der Geistlichkeit über die Vereine und Bürgermedaillenträger bis hin zu den „Faschingsgeschädigten“ und „Freibierlätschn“.

„Butterfly Thommy aus dem Vorort Wackersdorf“

Das erste „Opfer“ seines „Derbleckens“ wurde der Wackersdorfer Bürgermeister „Butterfly Thommy“. Der Name Falter passe bestens, „denn er hat einen jugendlichen Teint wie ein Zitronenfalter, ist manchmal majestätisch wie ein Admiral und hat die Figur einer Raupe.“

Zu den Steinberger Bürgermeister-Kandidaten meinte er, dass bei einem des CSU-Kontrahenten „jedes Wort zu viel ist“ und den anderen „kaum einer kennt“. Dann suchte der Redner einen Assistenten, „weil Gottschalk immer eine(n) hatte“. Er wurde fündig bei Landrat Thomas Ebeling, der auf sein Glockenzeichen hin immer auf die Bühne musste, um Geburtstagskindern, vor allem aber weiteren „Derbleckten“, ein Präsent zu überreichen.

Ein amtierender Bürgermeister (Thomas Falter), ein Alt-Bürgermeister (Jakob Scharf) und ein scheidender Bürgermeister (Harald Bemmerl).

Dem scheidenden Bürgermeister Harald Bemmerl trauerte er deswegen nach, weil er immer „ein lohnendes Objekt“ war. Deswegen lohne sich das „blöd Oreden“ nicht mehr, aber „loben kann ich dich irgendwie auch nicht“. Dennoch dankte er ihm für jahrzehntelange Arbeit im Steinberger Gemeinderat. Außerdem deckte er auf, dass das Gemeindeoberhaupt im zurückliegenden Urlaub einen Tag zu früh den Flieger in die Heimat besteigen wollte. Dann nahm der langjährige Starkbierredner bestimmte Gesten und Riten von Pfarrer Werner Sulzer und Pater Robin aufs Korn.

Spätzünder der Böllerschützen, weil deren Hauptmann beim „Biesln“ war

Der neue Böllerhauptmann Jürgen Maier versäumte beim Fronleichnamsgottesdienst das Schießen bei der Wandlung, weil „er beim Bieseln war“. Aber er holte das traditionelle Schießen als Spätzünder beim Schlussgebet nach, was Gläubige und Pfarrer gleichermaßen erschreckte.

Alle in der Öffentlichkeit „Enttarnten“ mussten noch „Gstanzln“ über sich ergehen lassen, musikalisch begleitet von Tim Oberndorfer. Dies betraf auch Heidi Kraus, die ihr Handy im Swimmingpool verlor, und Bürgermeisterkandidat Christian Meßmann, der per Notruf seinen im Nachbarzimmer schlafenden Sohn erreichen wollte, dabei aber leicht bekleidet einen Abhang hinunterstürzte. Sohn Moritz hatte tief und fest geschlafen und hörte das Klopfen an der Tür nicht.

„Bürgermeister a. D., Lateinlehrer a. D., stellvertretender Landrat bald a. D. Jakob Scharf, Bildungsbürger durch und durch“ – so „Bruder Hasselbär“ – wurde wie immer auch aufs Korn genommen. Er hatte nämlich tatsächlich spätabends das für den Hund seiner Tochter im Kühlschrank aufbewahrte Hundefutter gegessen.

Außerdem deckte „Hasselbär“ auf, dass der Haller Sepp beim Ausschenken eingeschlafen war oder im Feuerwehrgerätehaus die Feuermelder abgelaufen waren. Eine Bereicherung war nicht nur die Musik der „Tanngrindler“, sondern ihr Leiter Dr. Frieder Roßkopf bewies auch lokales Insiderwissen und nahm zusätzlich noch den einen oder anderen spitzfindig aufs Korn, wie z. B. den „Senior-Gastwirt Roy Black“ Josef Fenzl oder den Starkbierfestredner selbst, „der der Steinberger Kugel immer ähnlicher wird“.

Am Ende waren sich alle einig, einmal mehr an einem Steinberger kulturellen Höhepunkt dabei gewesen zu sein.

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