Samstag, 4. Juli 2026

Reges Interesse am Bezirksparteitag der Oberpfalz-CSU – Diskussionen zur Zukunft auf hochkarätigem Podium

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Im Saal des Restaurants Miesberg in Schwarzenfeld hat am Freitagabend der CSU-Bezirksverband der Oberpfalz zu seinem Parteitag eingeladen. Mit knapp 190 Besuchern war die Veranstaltung bis auf den letzten Platz ausgebucht. Der Bezirksvorsitzende, Staatsminister Albert Füracker, begrüßte die Anwesenden und lud zu Grußworten der örtlichen Bundestagsabgeordneten Martina Englhardt-Kopf und des Schwandorfer Kreisvorsitzenden MdL Alexander Flierl und ging im Anschluss in seiner Ansprache auf den hohen Anteil der Besucher ein, die zu achtzig Prozent in kommunalen Mandaten agieren. Gleichzeitig warb er dafür, nicht nur über verlorene Wahlen und den bevorstehenden Weltuntergang zu berichten, sondern auch über die Erfolge, die im eigenen Land die letzten Jahre und Jahrzehnte erreicht wurden. Im Hinblick auf die Kommunalwahl stellte Füracker fest, dass es deutliche Verluste gegeben hat. Dennoch existieren seit März zwei CSU-Bürgermeister mehr als zuvor. „Von 223 Gemeinden stellen wir 131 Stadtoberhäupter, und weltweit wünschen sich von acht Milliarden Bewohnern des Planeten mindestens siebneinhalb, so leben zu dürfen wie wir“, sagte Füracker unter Applaus.

CSU-Bezirksvorsitzender Albert Füracker (r.) zusammen mit den Diskussionsteilnehmern MdL Gerhard Hopp, Staatsministerin a. D. Emilia Müller, der langjährigen Bezirksgeschäftsführerin Sabina Bläser und Moderatorin Stefanie Dippl (v.l.n.r.). Foto: Fabian Borkner

Anlässlich des 80. Jubiläums der CSU in Bayern erfolgte im Anschluss an Fürackers Ansprach eine von Stefanie Dippl moderierte Podiumsdiskussion mit der Staatsministerin a. D. Emilia Müller, dem Vorsitzenden der letzten Grundsatzkommission MdL Gerhard Hopp und der ehemaligen langjährigen Geschäftsführerin des Oberpfälzer CSU-Bezirksverbandes Sabina Bläser. Zunächst ging Müller auf ihre Zeit als erste Frau in der Funktion des Bezirksvorsitzes ein, was damals noch ganz andere Herausforderungen bedeutete als heute. Hauptanliegen für die ehemalige Staatsministerin war die positive wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung guter Infrastruktur. Mit Blick auf die Zukunft sah Müller gerade in Zeiten der sozialen Medien das persönliche Gespräch als Schlüssel für den Anspruch „Näher am Menschen.“

Sabina Bläser hob hervor, dass sie sich zeit ihrer 45 hauptberuflichen Jahre für die CSU stets zu einhundert Prozent mit der Partei identifiziert habe. Ihre Zeit als Bezirksgeschäftsführerin habe ihr gezeigt, welche Arbeit die Ortsverbandsvorsitzenden neben ihren Hauptberufen eigentlich für die CSU verrichteten, was ihr großen Respekt für jeden, der sich engagiert, abgerungen hat. Für die Zukunft wünschte sie sich wieder größeren Zusammenhalt aller politisch Beteiligten.
Gerhard Hopp sprach als Chamer Landtagsabgeordneter vom Erfolgsmodell des grenzübergreifenden Wirtschaftsgebiets mit Tschechien, bei dem sich weder sein Vater noch sein Großvater nach Zeiten des Eisernen Vorhangs vorstellen hätten können, wie selbstverständlich heute der übergreifende Handel und der wirtschaftlich-berufliche Austausch stattfinden kann. Zu seiner Zeit als Vorsitzender der Grundsatzkommission sprach er von der hohen Bedeutung einer Volkspartei, die eben nur deshalb funktioniere, weil man sich immer wieder neu erfinden würde. Nach vorne schauend warb er für Mut zur Ehrlichkeit in der Politik.

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