
TEUBLITZ. Die neue gemeinsame Hackschnitzelheizung für Bauhof und Feuerwehr wurde offiziell in Betrieb genommen. Damit wird die Energieversorgung zweier zentraler Einrichtungen langfristig gesichert und wirtschaftlich neu aufgestellt. Das Projekt ist Ergebnis eines umfangreichen Planungsprozesses und wird mit über 100.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert.
Zur Inbetriebnahme trafen sich Erster Bürgermeister Thomas Beer, weitere Vertreter der Stadt und der Feuerwehr sowie Vertreter des Planungsbüros Hiller, der IGL Umwelt- und Gebäudetechnik und Vertreter der Firma Elektro Fischer.
Ausgangspunkt, der zur Heizungserneuerung führte, war die jedes Jahr bei den Baumpflegearbeiten in den stadteigenen Grünanlagen und Wäldern anfallende Schnittholzmenge, die bislang ungenutzt blieb. Dieses Holz wird künftig gehackt und als Brennstoff genutzt. Überlegungen zur Notstromversorgung kritischer Infrastruktur, dazu zählen Bauhof, Feuerwehr und Wasserwerk, beschleunigten das Projekt dann, da in beiden Fällen eine Zusammenlegung der Versorgung und eine gemeinsame Planung und Ausführung wirtschaftlich erschien.
Beide Gebäude waren bislang mit über 20 Jahre alten Gaskesseln ohne Brennwerttechnik ausgestattet, die zunehmend wartungsanfällig waren und nicht mehr den heutigen gesetzlichen Anforderungen entsprachen.
Entscheidung für eine zukunftsfähige Lösung
Nach intensiver Prüfung verschiedener Varianten – darunter Gasheizung, Wärmepumpenlösungen und Biomasse – entschied sich der Stadtrat einstimmig für eine gemeinsame Hackschnitzelheizung mit Nahwärmenetz zwischen Bauhof und Feuerwehrgerätehaus. Ausschlaggebend waren dabei insbesondere die langfristige Wirtschaftlichkeit, die Nutzung regional verfügbarer Energieträger sowie die Möglichkeit, städtisches Holz teilweise selbst zu verwerten.
„Diese Maßnahme verbindet Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und eine verantwortungsvolle Energiepolitik. Genau so stellen wir uns eine nachhaltige Stadtentwicklung in Teublitz vor“, betonte Bürgermeister Thomas Beer bei der Inbetriebnahme.
Zusätzlich wurde die Energieversorgung insgesamt optimiert, unter anderem durch die Zusammenlegung der Stromhausanschlüsse und die Verdoppelung der Fläche der Photovoltaik-Anlage. Durch die Umstellung von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch soll künftig der vor Ort erzeugter Strom größtenteils selber genutzt werden. Ebenso kann künftig die Notstromeinspeisung mit nur mehr einem Stromhausanschluss einfacher erfolgen, da mit nur einem Aggregat beide Gebäude bedient werden können. Für die Gesamtmaßnahmen werden Kosten in Höhe von voraussichtlich 405.500 Euro fällig. Dazu werden für die Umrüstung der Heizung Fördermittel in Höhe von 102.300 Euro erwartet.










