
Der SV Erzhäuser konnte am vergangenen Samstag zum 27. Male seinen Sportlerball in der Bodenwöhrer Hammerseehalle feiern. Bereits im Jahr 1998 feierte der rührige Sportverein seinen ersten größeren Faschingsball mit rund 500 Gästen in der Bodenwöhrer Kraushalle unter dem Motto „Fasching am Ballermann 6“. Von 2003 bis 2006 wechselte man bei steigenden Besucherzahlen in die Neunburger Stadthalle. Legendäres und absolutes Highlight war die Faschingsparty im Jahr 2006 unter dem Motto „Die wilden 50er, 60er und 70er Jahre“ mit den Stoapfälzer Spitzbuam und fast 2.000 Gästen. Nachdem die Stadthalle geschlossen und abgerissen wurde, wechselte man zurück nach Bodenwöhr in die damals neu erbaute Hammerseehalle, in der seit 2007 der inzwischen schon kultige und weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten SV-Sportlerball stattfindet. Zu trendigen Mottos, wie „Land des Lächelns“, „Sterne von Hawaii“, „Fasching auf der Puder Rosa Ranch“, „Karibische Nacht“, „Frankensteins Geisterschloss“ oder „Hollywood“ gab es stets ein volles Haus. Knapp 1000 Gäste sorgten im vergangenen Jahr zum Motto „Fasching im fantastischen und bezaubernden Märchenland“ für eine stimmungsvolle märchenhafte Nacht.

„Stoapfälzer Spitzbuam“ spielen zum 21. Male
In diesem Jahr stand der Ball unter dem Motto „Manege frei für den Ball unter der Zirkuskuppel“. SV-Chef Georg Lehner im roten Zirkusdirektor-Frack mit Zylinder und Bürgermeister Georg Hoffmann, der sich vom Kommunalwahlkampf frei nahm, im blauen Zirkusdirektor-Frack, ebenfalls mit Zylinder, konnten wiederum unzählige Besucher, die dem Motto entsprechend verkleidet waren, in der mit zahlreichen Zirkusmotiven dekorierten Hammerseehalle begrüßen. Dann ging es auch schon los, die vier „Stoapfälzer Spitzbuam“, die beim SV Erzhäuser beileibe keine Unbekannten sind, da sie am Samstag zum 21. Male bei einem SV-Faschingsball und darüber hinaus auch schon beim Bürgerfest spielten, forderten zum Tanz und „mischten dem bunten Partyvolk gehörig auf“. Mit ihrem mitreißenden Sound lockten die vier „Schelme“ die Tanzfreunde bald in Scharen auf die herrlich große Tanzfläche, welche dann so schnell nicht mehr verlassen werden konnte, da die „Spitzbuam“ immer noch einen Hit draufsetzten. Erst ein gemütlicher Walzer, ein schnulziger „Hosentürlwetzer“, dann ein pfiffiger Bayrischer, eine flotte Polka, ein rockiges „Rock over the World“, für jeden war etwas dabei. Und für die, die überhaupt nicht genug bekommen konnten, gab’s die nicht mehr so Neue Deutsche Welle, einen Blues, etwas Countrymusik oder Jazz, Pop, Rock’n Roll und einen zünftig urigen Alpensound, die riesige Tanzfläche war stets gut gefüllt.

Tanzeinlagen der AWO-Tanzgruppe Oberviechtach
In der Bar gab es fast kein Durchkommen und man musste etwas Geduld aufbringen, bis man etwas bekam. Begeistert empfangen wurden die 16 hübschen Mädchen der AWO-Prinzengarde aus Oberviechtach, die zunächst in grün-weißer Uniform mit weißem Käppi ihren Gardetanz aufführten. AWO-Präsident moderierte gekonnt den Auftritt. Für einen zusätzlichen Hingucker sorgten die beiden AWO-Funkenmariechen, zum einen die anmutige Pauline und zum anderen die akrobatische Julia. Kurz vor Mitternacht traten die Gardemädchen nochmals auf, dieses Mal mit ihrem Show-Tanz, der unter dem Motto „Sonne, Mond und Sterne“ stand. Mit einer eindrucksvollen Hebefigur, bei der ein Mädchen quasi über den anderen schwebte, beeindruckten sie die Gäste. Der Applaus war ihnen gewiss. An der ultralangen Theke in der „Zirkus-Manegen-Bar“ konnte man seinen Durst mit dem einen oder anderen Drink hochprozentiger Natur stillen und dabei ein paar nette Worte wechseln. Bald gab es kein Durchkommen mehr. Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen – zum ersten Male bot Küchenchef „Mane“ mit Küchenfee „Anita“ Pizzas an, die reißenden Absatz fanden.

Kaninchen-Magier sichert sich den 1. Platz
Kurz nach Mitternacht wurden die originellsten Masken prämiert. Moderiert vom SV-Urgestein Randolf Alesch stellten sich Bürgermeister Georg Hoffmann, SV-Chef Georg Lehner, die Zirkusdirektorin Andrea Ehebauer und AWO-Präsident Michael Wellnhofer als Jury zur Verfügung. Nach zahlreichen Runden ging der dritte Platz an die sechs Elefanten des TV Bodenwöhr, die von ihrer Dompteurin Manuela Zinnbauer gekonnt dressiert wurden. Platz zwei sicherten sich Zirkusdirektor Matthias Singer, der mit seinem Dompteur Thomas Fritz und vier in Rot gekleideten und mit Federschmuck auf dem Kopf versehenen hübschen Mädchen zwei „Schmusebären“ durch die Halle peitschten. Den Sieg sicherte sich Magier Martin Dorrer, der hintereinander insgesamt sieben Kaninchen aus dem riesigen Zylinder hervorzauberte. Doch damit nicht genug, für die furchterregend verkleideten sieben „wilden akrobatischen Wikingerdamen“, die den mehrfach gehörnten Groumdeifl-Sepp mit sich führten, gab es noch einen Extra-Preis – SV-Chef Georg Lehner lud sie zu einer Runde in die überfüllte „Zirkus-Mangen-Bar“ ein.












