
Zu einem großen Ehrungsabend hatte der Landkreis langjährige ehrenamtlich Tätige im Rettungswesen und Katastrophenschutz in den Gasthof „Glück Auf“ nach Wackersdorf geladen. Aus dem gesamten Landkreis waren Angehörige des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), dem Technischen Hilfswerk (THW) und der Wasserwacht (Ww) gekommen. Landrat Thomas Ebeling konnte neben einer Reihe von Funktionären auch die Bundestagsabgeordnete Tina Winklmann und den Landtagsabgeordneten Martin Scharf begrüßen.
In einer kurzen Begrüßungsrede hob er den Stellenwert des Ehrenamts hervor und bedankte sich für den langjährigen Einsatz. „Wie wichtig unsere Rettungsorganisationen sind, zeigte sich am vergangenen Wochenende, als bei mehreren Brandeinsätzen und nach schweren Unwettern mehrere Hundert Aktive bei Feuerwehren, THW und Wasserwacht im Einsatz waren“, betonte der Landkreischef und bedankte sich bei allen Einsatzkräften die sich dafür in den Dienst der Allgemeinheit gestellt hatten. Anschließend händigte Landrat Thomas Ebeling die Ehrenzeichen für 25-, 40- und 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit an Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes, der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk und der Wasserwacht aus. Die Geehrten sind tätig in den Wasserwachten, Bereitschaften und Ortsverbänden von Dachelhofen, Wernberg-Köblitz, Maxhütte-Haidhof, Neunburg v.W., Burglengenfeld, Oberviechtach, Pfreimd, Schmidgaden, Schönsee und Schwandorf.
Die Laudationes für die Geehrten hielten Sebastian Hofmann für das Bayerische Rote Kreuz (BRK), Michael Arnold für die Wasserwacht sowie Johann Deyerl für das Technische Hilfswerk (THW). In ihren Ansprachen würdigten sie das außergewöhnliche Engagement, die hohe Einsatzbereitschaft und die Verlässlichkeit der Ehrenamtlichen, die oftmals über viele Jahrzehnte hinweg ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
Für das Bayerische Rote Kreuz wurden für 25 Jahre ehrenamtlichen Dienst Johann Edenharter (Bereitschaft Maxhütte) ausgezeichnet. Für 40 Jahre aktiven Dienst erhielten Dr. Franz-Josef Putz (Bereitschaft Wernberg-Köblitz), Klaus Härtl und Elvira Summer (beide Bereitschaft Burglengenfeld), Gabriele Brunner und Johann Hummel (beide Bereitschaft Maxhütte-Haidhof), Leo Wegmann und Conny Reis (beide Bereitschaft Pfreimd-Nabburg), Herrmann Liebl (Bereitschaft Schmidgaden), Roswitha Gurdan (Bereitschaft Schwandorf) sowie Martina Plank (Bereitschaft Maxhütte-Haidhof) ihre Auszeichnungen. Für 50 Jahre ehrenamtliches Engagement wurden Robert Eibl (Arbeitskreis Schönsee), Johann Mutzbauer (Bereitschaft Wernberg-Köblitz), Monika Fischer (Bereitschaft Oberviechtach), Barbara Lang (Bereitschaft Schmidgaden) sowie Peter Dietz und Franz Meckl (beide Bereitschaft Maxhütte-Haidhof) geehrt.
Auch die Wasserwacht ehrte langjährige Mitglieder für ihren Einsatz. Für 25 Jahre wurden Alois Jobst, Erika Jobst, Ulrike Mutzbauer, Benedikt Saller, Michael Lehner und Claudia Engel (alle Wasserwacht Maxhütte-Haidhof) sowie Yvonne Zielonka (Wasserwacht Burglengenfeld) ausgezeichnet. Für 40 Jahre erhielten Peter Schwarzmayr, Sieglinde Schwarzmayr, Maria Duschinger, Christine Saller und Georg Duschinger jun. (alle Wasserwacht Maxhütte-Haidhof) ihre Ehrung. Für 50 Jahre wurden Reinhold Dirnberger, Joachim Kaiser und Adolf Mandl von der Wasserwacht Neunburg vorm Wald ausgezeichnet. Beim Technischen Hilfswerk erhielt Andreas Feller vom Ortsverband Schwandorf eine Auszeichnung für 40 Jahre ehrenamtlichen Dienst. Seine Laudatio hielt Matthias Karl. Ebenfalls für 40 Jahre engagierte Mitarbeit wurde Maria Deyerl und Christine Welnhofer vom Ortsverband Oberviechtach geehrt. Die Laudatio für sie hielt Johann Deyerl, Ortsbeauftragter von Oberviechtach.

Lob und Anerkennung zollte anschließend die Bundestagsabgeordnete Tina Winklmann den Geehrten. „Ihr seid die, die alles zusammen halten und ihr seid seit Jahrzehnten dabei“, konstatierte MdB Winklmann. Ein vergelt‘s Gott sprach der Abgeordnete des Landtags Martin Scharf den Jubilaren aus. „Ihr verdient höchsten Respekt und es ist unbezahlbar, was ihr für die Gesellschaft leistet“, betonte der Politiker in einem Grußwort. Der BRK Kreisgeschäftsführer Otto-Josef Langenhan stellte in seinem Grußwort die große Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Gerade in einer Zeit, die von Krisen, Unsicherheiten und vielfältigen Herausforderungen geprägt sei, werde deutlich, wie unverzichtbar Menschen seien, die sich freiwillig für ihre Mitmenschen engagieren. „Ehrenamtliches Engagement stärke nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern fördere auch Solidarität, demokratische Werte und das Miteinander in der Gesellschaft“, so der Sprecher.

Besonders in Bayern habe das Ehrenamt einen hohen Stellenwert und sei aus dem öffentlichen Leben nicht wegzudenken. Wissenschaftliche Studien belegten, dass Gesellschaften mit einem starken Ehrenamt krisenfester, solidarischer und menschlicher seien. Mit Blick auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels verwies der Redner auf die zuletzt häufigeren Unwetterlagen und die damit verbundenen zahlreichen Einsätze von Rettungs- und Hilfsorganisationen. Die steigenden Anforderungen im Bevölkerungsschutz machten deutlich, dass die Einsatzkräfte und ihre ehrenamtliche Arbeit künftig noch stärker gefordert sein würden. Abschließend sprach Langenhan den Geehrten seinen aufrichtigen Dank aus. Ihr jahrzehntelanger Einsatz sei Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein, Gemeinschaftssinn und gelebter Solidarität. Mit ihrem Engagement leisteten sie einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung und seien Vorbilder für die gesamte Gesellschaft.
Matthias Karl, stellvertretender Leiter der THW-Regionalstelle Schwandorf würdigt die langjährige ehrenamtliche Arbeit der anwesenden THW-Helferinnen und -Helfer und hob die Verleihung des Bayerischen Ehrenzeichens als Ausdruck besonderer Anerkennung hervor. Gleichzeitig betonte er, dass sich das THW aktuell in einer herausfordernden Zeit befindet, da neue Bedrohungslagen organisatorische, personelle und finanzielle Anpassungen erfordern. Trotz dieser Veränderungen bleibt die zentrale Aufgabe des THW unverändert: Im Ernstfall schnell und zuverlässig Hilfe zu leisten. Dies ist nur durch das außergewöhnliche Engagement der Ehrenamtlichen möglich, die über viele Jahre hinweg Motivation, Einsatzbereitschaft und Ausdauer zeigen. Abschließend sprach Karl allen Geehrten einen herzlichen Dank für ihren langjährigen aktiven Dienst aus und unterstrich, dass ihr Einsatz eine unverzichtbare Grundlage für den Bevölkerungsschutz in Bayern darstellt.








