
Claudia Mendel – Geschäftsführerin Kreishandwerkerschaft. Foto: Rudolf Hirsch
Bei der Jahreshauptversammlung der Kreishandwerkerschaft Schwandorf wurde Kreishandwerksmeister Florian Danzl (Niedermurach) für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Neuer Stellvertreter ist der Obermeister der Zimmerer-Innung, Richard Kurz (Schwarzenfeld), der Johann Fischer (Schmidmühlen) ablöst. Dem neuen Vorstand gehören ferner Eduard Feuerer (Burglengenfeld), Hubert Piehler (Schwarzenfeld) und Andreas Kohl (Fensterbach) an. Als Rechnungsprüfer stellten sich Fabian Kraus (Steinberg am See) und Simon Seebauer (Maxhütte-Haidhof) zur Verfügung. Die Delegierten genehmigten die Jahresrechnung 2025, die ihnen die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, Claudia Mendel, ausführlich erläuterte. Rechnungsprüfer Hubert Piehler hatte zuvor die Korrektheit der Buchführung bestätigt.
Unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft Schwandorf sind 198 Betriebe in acht Innungen vertreten. Im gesamten Landkreis sind rund 2500 Handwerksbetriebe angesiedelt, wie der Geschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Alexander Stahl, bestätigte. Im gesamten Kammerbezirk sind es rund 43.000 Unternehmen mit 220.000 Beschäftigten. Die Gewinnung neuer Innungsmitglieder zählt Kreishandwerksmeister Florian Danzl zu den Hauptaufgaben der nächsten Jahre. Daneben wolle er das Handwerk weiterhin in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik vertreten und sichtbar machen.
„Die Handwerksbetriebe leiden aktuell unter den schwierigen Rahmenbedingungen“, bestätigte HWK-Geschäftsführer Alexander Stahl. Im ostbayerischen Handwerk zeigt sich im ersten Quartal eine leichte konjunkturelle Belebung, erkennbar an einem gestiegenen Geschäftsklima-Index. Dieser beruht jedoch vor allem auf weniger pessimistischen Erwartungen, während sich die aktuelle Geschäftslage wiederum nochmals leicht verschlechtert hat. Auf Unverständnis stößt bei den Inhabern der Handwerksbetriebe der Vorschlag der Bundesregierung auf eine steuerfreie 1000-Euro-Prämie. Dieser Vorstoß der Bundesregierung geht an der wirtschaftlichen Realität der Betriebe vorbei, erklärt Schreinermeister Florian Danzl. Sinn mache eher, wenn Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder eine Überstundenvergütung in voller Höhe auf die geforderte Entlastungsprämie angerechnet werden könnte, so der Kreishandwerksmeister.








