
Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisrinderzuchtgenossenschaft im Tierzuchtzentrum stand das Fachreferat von Hans Koch mit dem Thema „Vom Boden zu Milch-effizientes Grundfutter = effiziente Fütterung“ im Mittelpunkt. Der 1.Vorsitzende Matthias Irlbacher konnte dazu viele Milchviehhalter und zahlreiche Ehrengäste begrüßen.
Stellvertretender Landrat Jakob Scharf dankte auch im Namen von OB Andreas Feller den Landwirten für „ihren unermüdlichen Einsatz“. Josef König vom Schwandorfer Veterinäramt berichtete von vielen Berührungspunkten mit der täglichen Arbeit der landwirtschaftlichen Tierhalter. Josef Wittmann vom Bayerischen Bauernverband sprach von bewegten Zeiten und übte Kritik am Mercosur – Abkommen. Helmut Melchner, Keiter des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Schwandorf, zollte den eindrucksvollen Leistungen im Kreisverband Tribut und rief zur Ernährungssouveränität auf.
Mathias Irlbacher konnte in seinem Rückblick auf „ein gutes und erfolgreiches Jahr“ verweisen. Die hohen Milchpreise gehören aber schon wieder der Vergangenheit an, weil „die Märkte gnadenlos funktionieren“. Der Milchpreisverfall sei durch fünf bis sieben Prozent mehr Müllmenge zustande gekommen. Deshalb müsse die Landwirtschaft unbedingt aktiver am Markt teilnehmen, die Politik müsse bessere Rahmenbedingungen schaffen. Der neue Zuchtleiter Lukas Irlbacher referierte über aktuelle Fragen in der Fleckviehzucht. Die Leistungsentwicklung im Landkreis Schwandorf sei trotz eines leichten Rückgangs gut.
Im Hauptreferat zeigte „Grünlandprofi“ Hans Koch auf, wie man mit teils einfachen Maßnahmen Qualität und Menge der Milch steigern kann. Dabei verwies er bei der Düngung auf das optimale Verhältnis der wichtigsten Nährstoffe und wann diese toxisch wirken. Die richtige Sortenwahl habe Einfluss auf Qualität, Ertrag und Erntekosten. Bei der Fütterung beeinflusse die Grundfutterleistung ziemlich stark den Gewinn. Man müsse die richtige Fütterung mit den „Augen“ einer Kuh sehen. Koch nannte dies KI -Kuhintelligenz. Die klimatischen Bedingungen hätten sich geändert, weshalb man nicht „im alten Trott“ verharren dürfe. Auch unter trockenen Bedingungen könne man das Ertragspotential des Standortes optimal nutzen. Das Grünland könne jeder Landwirt konsequent verbessern.
Es gab auch noch eine Reihe von Ehrungen und Auszeichnungen für Spitzenbetriebe und Betriebe mit Kühen über 100000 Liter Milchleistung sowie den „Kuhprofi“.
Die grundfutter-effiziente Fütterung spielt beim Milchertrag eine wichtige Rolle. Auch Kühe wollen „schmackhaftes“ Grün, wie der im deutschsprachigen Raum führende „Grünlandprofi“ Hans Koch aufzeigte.








