Freitag, 20. Februar 2026

Innenminister Herrmann wirbt in Neukirchen für starkes Signal zur Kommunalwahl

Gruppenfoto mit Kreistagskandidaten. Fotos: Fabian Borkner

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat am Ascherdonnerstag in Neukirchen bei Schwandorf für eine Stärkung der demokratischen Kräfte bei der Kommunalwahl geworben. Im Saal des Gasthauses Schärl empfing der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Neukirchen, Stephan Mändl, den Staatsminister des Inneren, für Sport und Integration und begrüßte die rund 150 Gäste. Nach Grußworten der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Martina Englhardt-Kopf, des Oberbürgermeisterkandidaten Andreas Wopperer und des Landrates Thomas Ebeling ging Herrmann ans Rednerpult und zog einen breiten Querschnitt über die Herausforderungen in Bayern und Deutschland. Dabei betonte er, wie wichtig gerade die Vertretung auf kommunaler Ebene sei. „Stadträte und Bürgermeister sind eben vor Ort und nicht weit weg in Berlin oder München“, so Herrmann. Umso wichtiger sei es, dass die Führung beispielsweise einer großen Kreisstadt Schwandorf in stabilen und kompetenten Händen liege.

Innenminister Joachim Herrmann bei seiner Rede in Neukirchen.

Große Leistung für ein Prozent der Weltbevölkerung

Überschlagsmäßig rechnete Herrmann vor, dass Deutschland mit circa 80 Millionen Einwohnern gegenüber der Weltbevölkerung von acht Milliarden Menschen ziemlich genau ein Prozent derselben repräsentiere. „Dieses eine Prozent hat wirtschaftlich schon eine ganze Menge erreicht“, sagte der Minister. Ging es früher darum zu sagen, die Kinder sollten es einmal besser haben, so laute unter den veränderten Bedingungen auf internationaler Ebene das Credo nun, dass man für kommende Generationen alles tun müsse, um den bisherigen Status zumindest zu erhalten. Entscheidend hierfür sei, dass Europa und der Bund stabil blieben. Die größte Rolle vor Ort spiele laut Herrmann aber eben die kommunale Selbstverwaltung, in die sich weder Staats- noch Bundesregierung einzumischen hätten und somit größtmögliche Autonomie für sinnvolle Entscheidungen vor Ort bewahren würden.

Landrat Thomas Ebeling, parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Martina Englhardt-Kopf, CSU-Kreisvorsitzender MdL Alexander Flierl, Oberbürgermeisterkandidat Andreas Wopperer, Markus Viehhauser (CSU OV Neukirchen), Staatsminister Joachim Herrmann, CSU-Ortsvorsitzender Stephan Mändl.

Kommunale Vertreter betonen Bedeutung der bevorstehenden Wahlen

Landrat Thomas Ebeling wies auf die Wichtigkeit der am 8. März anberaumten Kommunalwahlen hin. Die Entwicklung seit seiner Amtsübernahme im Jahr 2014 sei für den Landkreis in finanzieller, wirtschaftlicher, aber auch kultureller und touristischer Hinsicht mit Ausnahme des Corona-Knicks durchweg positiv. Daher sehe er mit Freude der Möglichkeit entgegen, seine Arbeit fortzusetzen.
Der Schwandorfer Bürgermeister und OB-Kandidat Andreas Wopperer kündigte für den Fall seiner Wahl an, eine starke Priorisierung der Finanzen für Schwandorf vorzunehmen. Des Weiteren sei es dringend erforderlich, die Führung der Stadt im Sinne des Wortes seriös und kompetent zu gestalten, wozu auch Personalführung zähle. Die Ausweisung weiterer Bau- und Gewerbegebiete waren weitere Punkte auf Wopperers Agenda.
Der CSU-Kreisvorsitzende MdL Alexander Flierl hielt das Schlusswort und warb dafür, die letzten verbleibenden Tage vor der Wahl für Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Der Austausch über die Herausforderungen vor Ort sei hierbei von entscheidender Bedeutung. Flierl dankte den Organisatoren und ging im Anschluss der von der Neukirchner Blasmusik gestalteten Bayernhymne des Schwandorfer Komponisten Konrad-Max-Kunz gemeinsam mit den Besuchern sowie den versammelten Stadt- und Kreisratskandidaten in den Dialog.

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