Montag, 26. Oktober 2026

Helmut Binser gastierte bei Wackersdorfer Kunst- und Kulturwochen

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Video: Hans-Peter Weiß

Es war das Highlight der diesjährigen Kunst- und Kulturwochen mit der größten Zuschauerresonanz: Etwa 800 Fans von Helmut Binser kamen am Wochenende in die restlos ausverkaufte Sporthalle. Mit einem „Servus“ begrüßte der Musikkabarettist die zahlreichen Besucher und meinte: „Ich war schon an vielen Orten, aber in Wackersdorf is am schönsten“. In einer der „gemütlichsten Turnhallen, wie in Omas Stubn“, herrschte von Anfang an Bombenstimmung.

Mit seinem neuen Bühnenprogramm „Bumm“ knüpfte Binser an seine bisherigen Erfolge an und zog das Publikum schnell in seinen Bann. Wer der bayerischen Sprache oder des Oberpfälzer Dialekts nicht so mächtig war, hatte mitunter Schwierigkeiten, den Geschichten zu folgen. Für die Zugezogenen übersetzte Helmut A. Binser deshalb zusätzlich ins „Deutsche“. Er erinnerte an seine Kinder- und Jugendzeit, erzählte von altbekannten Freunden und ließ das Dorfleben in seiner Heimatgemeinde Runding bei Cham wieder aufleben.

Zum besonderen Charme des Künstlers gehört die Verbindung von Kabarett und Musik. Mit Gitarre, Ziehharmonika und Gesang ergänzte Binser seine Geschichten um musikalische Einlagen und verlieh seinem Auftritt eine ganz eigene Note. Mit Liedern wie „Ja mei“, „weils ma wurscht is“ oder auch „geh zou Bou, las ma doch mei Ruah“ animierte er das Publikum zum Mitsingen. Der waschechte Oberpfälzer, der mit bürgerlichem Namen Martin Schönberger heißt, erzählte mit trockenem Humor „Geschichten, die nur das Leben schreibt“.

Auch Seitenhiebe auf den TSV 1860 München durften nicht fehlen. Dabei nahm Binser die anwesenden 60er-Fans besonders ins Visier. Neben seiner Jugendliebe hatte es ihm vor allem die Feuerwehr Runding angetan, die reichlich Stoff für pointierte Unterhaltung lieferte. Binsers bayerische Mundart, sein trockener Humor und seine markanten Bühnenfiguren, die sich immer wieder in zwischenmenschlichen Verwicklungen wiederfinden, bildeten eine Mischung, die fest in seiner oberpfälzischen Heimat verwurzelt ist. Mit Gitarre und Ziehharmonika, garniert mit Gesang, lockerte der Künstler seine Show auf und sorgte für beste Unterhaltung. Nach über zwei Stunden mitreißendem Bühnenprogramm ging ein überaus unterhaltsamer Abend zu Ende. Zum Abschied meinte Binser: „Danke, ihr habt es möglich gemacht, dass ich spinner derf“.

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