
Für eine andere Kultur des Essens
„Das Pausenbrot ist mehr als nur für den kleinen Hunger zwischendurch“, betont Christina Apel. Es sorgt, genauso wie die Zwischenmahlzeit am Nachmittag, gleichmäßig über den ganzen Tag verteilt für Energie und Nährstoffe. Und die brauchen alle Menschen, um leistungsfähig und fit zu sein. „Leider würdigen wir unser Essen zu wenig. Es findet oft nebenbei statt und soll einfach möglichst schnell und unkompliziert sein“, ergänzt ihre Kollegin Dr. Katharina Goerg. Eine gute Schulverpflegung in der Pause und mittags könne hier die Kinder mit wertigen und abwechslungsreichen Essensangeboten vertraut machen und sie bereits für ihr späteres Leben prägen. „Unser Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler gesunde, regionale Produkte mit Freude genießen.“
So entsteht das „Mittagstief“
Es ist kein großes Geheimnis: gesalzene, fettreiche oder gezuckerte Snacks, industriell hergestellte Müsliriegel und spezielle Kinderschnitten und -fruchtjoghurts gehören da eher nicht dazu. Sie enthalten nämlich viel Energie in Form von Fett und/oder Zucker und bieten dabei wenig Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Die Folge erklärt Christina Apel: „Zucker lässt die Blutzuckerwerte schnell ansteigen. Als Folge fallen sie auch rasch in den Keller und es kommt zu einem Leistungstief.“
So können leckere Angebote für den Pausenverkauf aussehen:
- Belegte Vollkornbrötchen mit Rohkostgarnitur und Käse oder Linsenaufstrich
- Semmeln mit Tomate und Mozzarella
- Herzhafte Vollkornwaffeln
- Müsli aus Haferflocken mit frischem Obst und ungesalzenen Nüssen
- Frisches Stückobst/Rohkoststicks
- Joghurt- mit Obstsalat
- Frisch gepresste Säfte aus Obst und Gemüse
- Gemüsepizza
- Wraps mit verschiedenen Füllungen
Jede Schulfamilie entscheidet individuell über das Pausenangebot. Wichtig ist vor allem, dass die Pausensnacks aus frischen, unverarbeiteten Zutaten selbst hergestellt sind. „So können die Kinder und Jugendlichen die natürliche Geschmacksvielfalt der Lebensmittel kennenlernen und gewöhnen sich nicht an einen standardisierten Geschmack“, so Christina Apel von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung.
Coaching-Angebot der Vernetzungsstelle
Wenn eine Einrichtung am Coaching der Vernetzungsstelle teilnimmt, wird sie ein Schuljahr lang von einem erfahrenen Coach begleitet, der in mehreren Vor-Ort-Terminen einen Einblick in den Verpflegungsalltag bekommt und mit einem geschulten Blick individuelle Impulse zur Optimierung setzt. In zusätzlichen Workshops und Informationsveranstaltungen durch die Vernetzungsstelle werden zudem unterschiedliche Aspekte rund um eine gelungene Verpflegung thematisiert.
Basis: Bayerische Leitlinien
Grundlage des Coachings sind die Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung. Sie orientieren sich an den Leitgedanken Gesundheit, Wertschätzung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Da das Essensgremium der Schule die jeweilige Einrichtung am besten kennt, können so unter Anleitung des Coaches gemeinsam maßgeschneiderte Ziele und Maßnahmen aus den vier Themenfeldern erarbeitet werden.
Alle Einrichtungen, die Interesse am Coaching haben, erfahren bei einer Online-Informationsveranstaltung am Dienstag, 21. April 2026 alles Wichtige zur Bewerbung und zum Ablauf des Coachings.
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich unter https://link2.bayern/Info_Coaching_KSV
Weitere Informationen zum Coaching gibt es zudem online unter www.kita-schulverpflegung.bayern.de/coaching.








