
Forstdirektor Alwin Kleber geht in den Ruhestand
Man bekommt zwar den Förster aus der Amtsstube, aber niemals aus dem Wald. Und auch wenn Alwin Kleber – langjähriger Abteilungsleiter und zeitweise Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Landkreis Schwandorf – nun in den Ruhestand geht. Auf den Wald und die Natur wird der Förster mit Leib und Seele nicht verzichten müssen. In Weihern bei Pfreimd führt er als Jagdpächter die Familientradition in dritter Generation weiter und bleibt so seinem Lebensthema verbunden.
Kleber prägte über 20 Jahre die Forstwirtschaft im Landkreis
„In Ruhe Wurzeln schlagen kann nur, wer aufhört, sich ständig umzuschauen und umherzuziehen“, wird gerne der römische Philosoph Seneca zitiert. Das erklärt vielleicht, warum Alwin Kleber so tiefe Wurzeln im Landkreis Schwandorf geschlagen hat. Denn wenn er auch in den ersten Jahren seiner Zeit in der Forstverwaltung auf Wanderschaft gehen musste, hatte er seine Heimat immer fest im Blick, wo er dann seit 2005 auch wieder wirken durfte. Vielen ist er hier bekannt als Gesicht der Forstverwaltung. Er hat sich in den letzten 21 Jahren – als Abteilungsleiter, ab 2016 als Bereichsleiter und nach der Ämterzusammenführung als stellvertretender Bereichsleiter – einen Namen als verlässlicher und allseits geschätzter Ansprechpartner gemacht. „Er hat den Leitspruch ‚Forstwirtschaft hat mit Menschen zu tun‘ verinnerlicht und immer gelebt“, sagt Bereichsleiter Dr. Michael Roßkopf.

Leidenschaft für die Jagd und seine Heimat
Die Jagd und die Landschaft seiner Heimat, des Vorderen Oberpfälzer Waldes, prägten ihn von früh auf und legten den Grundstein für seine Liebe zur Natur und dem Wald. So entschloss er sich nach Erwerb des Abiturs am Nabburger Gymnasium und nach dem Wehrdienst in Pfreimd, Forstwissenschaft an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität zu studieren. Wie tief er auch in dieser Zeit in seiner Heimat wurzelte, davon sprechen Titel und Thema seiner Diplomarbeit: „Zuwachsverhalten der Kiefer in Nordostbayern“. Die Baumart Kiefer wird ihn auf vielen seiner weiteren Stationen treu begleiten.
Viele zukünftige Forstbeamte gingen durch seine Schule
Nach Referendariat und zwei Jahren im Forstamt Tännesberg verschlug es Kleber von 1990 bis 1995 an die Forstschule in Lohr als Lehrer. Dort bewies er sein Geschick, sich auf sein Gegenüber einzulassen und Schritt für Schritt mit viel Fingerspitzengefühl die komplexen Lehrinhalte zu vermitteln. Viele zukünftige Forstbeamte sind in Lohr, aber auch bei seinen späteren Stationen durch seine Schule gegangen. Unter anderem auch seine Nachfolgerin als Abteilungsleiterin, Regina Härtl.
Kleber leitete Forstbetrieb in Altdorf
Holzverkauf und Holzeinschlag, Bewirtschaftung des Staatswaldes – diese Aufgaben erwarteten Kleber bei seiner neuen Station als stellvertretender Forstamtsleiter in Freyung, wo er ab 1995 wirkte. Vorläufiger Höhepunkt war dann die Position als Forstamtsleiter in Altdorf bei Nürnberg. Ein Forstamt mit vielen Kiefern und im Ballungsraum gelegen, so dass Klebers Fähigkeiten als Forstbetriebsleiter genauso gefragt waren wie sein Gespür für die Leute. Von dort verschlug es ihn, der die Heimat nie aus dem Blick verloren hat, zurück nach Schwandorf an das neue Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, wo er seitdem wirkte.
Beste Wünsche von den Kollegen
„Wir wünschen dir viele schöne Erlebnisse mit der Familie, den Freunden, im Wald und auf der Jagd“, sagte Bereichsleiter Dr. Michael Roßkopf bei seiner Verabschiedung im Kreise der Kollegen an seiner langjährigen Wirkungsstätte in Neunburg vorm Wald.








