Mittwoch, 11. Februar 2026

CSU-Wahlkampfversammlung beim SV Erzhäuser

Auch Landrat Thomas Ebeling (2.v.l.) kam zur Wahlversammlung der CSU nach Erzhäuser, machte Werbung für die CSU-Kandidaten und stellte kurz die Erfolge des Landkreises vor. Fotos: Randolf Alesch

Erzhäuser: „Wow – unglaublich, mit so vielen Gästen hätte ich nicht gerechnet“, meinte ein sichtlich zufriedener Bürgermeister Georg Hoffmann (CSU) am Montagabend bei der Fortsetzung der „Machen ist besser als Wollen“-Tour im überfüllten Sportheim des SV Erzhäuser. Tatsächlich, normalerweise passen knapp 50 Personen ins SV-Heim, gestern dürften es einige mehr gewesen sein, da hinter und neben der Theke etliche Zuhörer stehend die Versammlung verfolgten. Sicherlich hat der Geburtstag des Gemeindeoberhaupts, der am Montag 53 Jahre alt wurde, und die in Aussicht gestellte Geburtstags-Brotzeit für den einen oder anderen zusätzlichen Gast gesorgt. Besonders willkommen hieß Hoffmann Altbürgermeister Albert Bauer und Landrat Thomas Ebeling.

Georg Hoffmann (r.) blickte im vollbesetzten Sportheim des SV Erzhäuser auf die vergangenen sechs Jahre zurück und stellte die Ziele für die kommende Legislaturperiode vor.

Das Bürgermeisteramt ist Hoffmanns Leidenschaft

„Als Bürgermeister eine Gemeinde zu führen ist meine Leidenschaft, meine Begeisterung, mein Leben und mein Hobby zugleich, ich denke, dass kann man spüren, ich brenne für diese Arbeit“, so Hoffmann, als er die Ergebnisse der zurückliegenden sechs Jahre vorstellte. Man habe in dieser Zeit insgesamt 21 Millionen Euro investiert, davon rund 10 Millionen für die Familien und Kinder durch den Bau der neuen Grundschule, das Hackschnitzelheizwerk, den Waldkindergarten, den Generationentreff und die Spielplätze in Pingarten, Windmais, Neuen- und Altenschwand. Weitere 6,3 Millionen wurden in die Infrastruktur gesteckt, so Hoffmann, z.B. Friedhöfe in Bodenwöhr und Taxöldern, Erneuerung der Wasserleitungen in Bodenwöhr, Windmais und Neuenschwand, Errichtung des neuen Recyclinghofes oder Sanierung diverser Gemeindeverbindungsstraßen. Darüber hinaus flossen weitere 2,6 Millionen Euro in die Entwicklung Bodenwöhrs und der Ortsteile, berichtete Hoffmann. Als Beispiele nannte er das alte Bahnhofsgebäude, den neuen Parkplatz in der Ludwigsheide, die geplante Sanierung des alten Rathauses, ökologische Maßnahmen für den Hammersee sowie die Flurneuordnung und Dorferneuerung in Erzhäuser und Windmais. Außerdem wurden 1,8 Millionen Euro in die Ausstattung der Feuerwehren und des Bauhofes gesteckt. So erhielten die Wehren in Bodenwöhr, Pingarten, Taxöldern und Altenschwand neue Einsatzfahrzeuge. Erzhäuser sei in den kommenden Jahren dran.

Mittelschullehrer Harald Bauer (stehend) aus Windmais, der dem Gemeinderat bereits angehört, kandidiert zum zweiten Male.

Schuldenstand trotz Investitionen gleichgeblieben

Trotz dieser enormen Investitionen mussten nur 4 Millionen Euro Schulden für den Neubau der Grundschule aufgenommen werden. Rund 3,8 Millionen Euro wurden zurückbezahlt, berichtete Hoffmann, so dass sich der Schuldenstand nahezu nicht verändert hat und bei 7 Millionen Euro liegt. Möglich war dies alles durch ein abgestimmtes Fördermanagement, welches aus Dorfentwicklung, Städtebauförderung und weiteren Förderprogrammen, wie das RZWAS, fast jede Investition mit mindestens der Hälfte der Kosten abgefedert hat. Als Ziele der nächsten sechs Jahre gab Hoffmann vor, die Ortsteile zu unterstützen zu fördern und am Leben zu halten, den Ortskern von Bodenwöhr noch mehr zu beleben, das Wachstum zu fördern und Wohnraum zu schaffen, die Rathaustüren für jedermann offen zu halten, Betreuung und Bildung auszubauen, Tourismus und Kultur zu beleben, die Versorgung zu sichern und die Infrastruktur zu sanieren sowie energiebewusst zu planen. Wichtigste Projekte dürften in den kommenden Jahren der Umbau der alten Hauptschule in ein Kinderhaus für die gesetzlich vorgeschriebene Ganztagesbetreuung und die Erneuerung des alten Rathauses, in dem künftig Tourismusbüro, Bücherei, Post, ein „Sängersaal“ und eine Cateringküche für das Bürgerfest Platz finden, sein.

Die 45-jährige Katrin Fischer (stehend) aus Taxöldern, die bei der Sparkasse beschäftigt ist, kandidiert zum ersten Mal für den Gemeinderat.

Schulden des Landkreises abgebaut

Landrat Thomas Ebeling (CSU) gratulierte Hoffmann zum Geburtstag und stellte in seiner bekannt scherzhaften Art heraus, dass er fast schon gezwungenermaßen kommen musste, weil in Altbürgermeister Albert Bauer eingeladen hatte. Zu den bevorstehenden Bürgermeisterwahlen empfahl er Hoffmann zu wählen, da dieser in den vergangenen Jahren viel geleistet hätte. Weiter bat er darum ihm eine starke CSU-Mannschaft an die Hand zu geben. Außerdem wies er auf die Wahl des Kreistages hin, für den sich elf Gruppierungen bewerben. Auch wenn der Wahlzettel riesig sei, werde man die Listen der CSU und der Jungen Union finden. Mit dem Hinweis, dass seit 2012 die Schulden des Landkreises von 38 Millionen auf 8 Millionen Euro reduziert wurden und das Oberpfälzer Seenland sich positiv entwickelt habe, machte er auch Werbung in eigener Sache für seine Kandidatur als Landrat.

3. Bürgermeister Andreas Seitz (vorne rechts) kandidiert erneut für den Gemeinderat und gratulierte Hoffmann (vorne links) nach seiner Vorstellung im Namen der CSU Bodenwöhr zum Geburtstag.

Fragerunde

Altbürgermeister Albert Bauer nutzte die Möglichkeit, Landrat Ebeling für dessen Besuch zu danken und ihn zum kommenden Oldtimerfest im September dieses Jahres nach Windmais einzuladen. Diesmal dürfe der schwarze Landrat einen roten Porsche-Traktor steuern, so Bauer scherzhaft. Auf Nachfrage von Randolf Alesch, welche Maßnahmen in der beabsichtigten Sanierung des Schulsportplatzes im Rahmen des Bundesförderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ alles enthalten sei, teilte Hoffmann mit, dass der Bund sich mit bis zu 45% an den Gesamtausgaben beteiligen würde. Saniert werden sollen die Tartanbahn, die Sprunganlage, die Pflasterung, der Zaun, die Tribüne und der Tennisplatz des TV Bodenwöhr. Natürlich werde sich der TV an den Kosten beteiligen.

Der 66-jährige Walter Spirk (4.v.l.), ehemaliger Wasserwart der Gemeinde, ist bereits im Bodenwöhrer Gemeinderat und tritt erneut an.

Gemeinderatskandidaten stellen sich und ihre Ziele vor

Bevor es gratis Pfälzer mit Kraut gab, die von Hoffmann anlässlich seines Geburtstages gesponsert wurden, stellten sich die nachfolgend aufgeführten anwesenden Gemeinderatskandidaten vor:

Georg Hoffmann, 53 Jahre, Bürgermeister, verheiratet, 3 Töchter, Altenschwand, kandidiert auch für den Kreistag

Stefanie Reiger, 43 Jahre alt, Bürokauffrau, verheiratet, 2 Kinder, Warmersdorf, Gemeinderätin

Walter Spirk, 66 Jahre, Wasserwart i.R., verheiratet, Blechhammer, Gemeinderat

Andreas Seitz, 34 Jahre, Projektleiter, verheiratet, 1 Kind, Pingarten, Gemeinderat

Harald Bauer, 51 Jahre, Mittelschullehrer, ledig, Windmais, Gemeinderat

Carina Hoffmann, 25 Jahre, Landschaftsplanerin, leidig, Altenschwand, Gemeinderätin

Sebastian Wild, 35 Jahre, Mechatroniker Meister, verlobt, Altenschwand

Katrin Fischer, 45 Jahre, Sparkassenkauffrau, geschieden, 2 Söhne, aus Taxöldern

Christian Paulus, 49 Jahre, Unternehmer, verheiratet, Taxöldern, kandidiert auch für den Kreistag

Josef Stangl, 68 Jahre, Rentner, verheiratet, aus Bodenwöhr

Michael Weindler, 42 Jahre, Metallbaumeister, getrennt, 2 Kinder, Bodenwöhr, Gemeinderat

Christian Paulus wohnt seit 2024 im sanierten ehemaligen Gasthof Hartl in Taxöldern, ist Vorsitzender der Mittelstandsunion Schwandorf und kandidiert für Gemeinderat und Kreistag.

Die nachfolgend nicht anwesenden Gemeinderatskandidaten wurden von Georg Hoffmann vorgestellt:

Marius Skiba, 47 Jahre, Schreiner, verheiratet, 2 Kinder, Blechhammer

Astrid Hübner, 68 Jahre, verwitwet, Examinierte Pflegekraft, Bodenwöhr

Günter Treml, 64 Jahre, Versorgungstechniker, verheiratet aus Bodenwöhr

Aydin Bozlagan, 55 Jahre, Galvaniker, verheiratet, 4 Kinder, Bodenwöhr

Marc Spörl, 31 Jahre, Lehramtsanwärter, ledig, Windmais

Für den Kreisrat kandidieren die nachfolgenden Personen, die ebenfalls anwesend waren und sich vorstellten:

Franziska Hoffmann, 23 Jahre, Mittelschullehrerin, ledig, Altenschwand, Liste Junge Union

Ines Renner, 54 Jahre, Hotelfachfrau, verheiratet, 2 Kinder, Nabburg, stv. CSU-Kreisvorsitzende

Regina von Wenz, 53 Jahre, Dipl.-Ing. (FH), verheiratet, 3 Kinder, Neunburg v.W., Vorsitzende der Frauen Union Neunburg v.W.

Carola Riederer, 52 Jahre, Fachwirtin Gesundheits- & Sozialwesen, verheiratet, 2 Kinder, Meldau,

Termine der Wahlversammlungen

10.02.2026, 19 Uhr,   Wahlversammlung im Gasthof Dirmeyer in Neuenschwand für Altenschwand, Neuenschwand und Warmersdorf

11.02.2026, 19 Uhr,   Wahlversammlung im Gasthof Lutter in Blechhammer für Blechhammer

13.02.2025, 19 Uhr,   Abschlusswahlversammlung im Seegasthof Jacob in Bodenwöhr für Bodenwöhr

14.02.205, 10 Uhr,     „Ladies Welcome“ am Valentinstag beim Edeka-Markt Buchbauer in Bodenwöhr

Michael Weindler aus Bodenwöhr ist bereits seit 2020 im Bodenwöhrer Gemeinderat und stellt sich erneut dem Bürgervotum.
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