
Erzhäuser: „Wow – unglaublich, mit so vielen Gästen hätte ich nicht gerechnet“, meinte ein sichtlich zufriedener Bürgermeister Georg Hoffmann (CSU) am Montagabend bei der Fortsetzung der „Machen ist besser als Wollen“-Tour im überfüllten Sportheim des SV Erzhäuser. Tatsächlich, normalerweise passen knapp 50 Personen ins SV-Heim, gestern dürften es einige mehr gewesen sein, da hinter und neben der Theke etliche Zuhörer stehend die Versammlung verfolgten. Sicherlich hat der Geburtstag des Gemeindeoberhaupts, der am Montag 53 Jahre alt wurde, und die in Aussicht gestellte Geburtstags-Brotzeit für den einen oder anderen zusätzlichen Gast gesorgt. Besonders willkommen hieß Hoffmann Altbürgermeister Albert Bauer und Landrat Thomas Ebeling.

Das Bürgermeisteramt ist Hoffmanns Leidenschaft
„Als Bürgermeister eine Gemeinde zu führen ist meine Leidenschaft, meine Begeisterung, mein Leben und mein Hobby zugleich, ich denke, dass kann man spüren, ich brenne für diese Arbeit“, so Hoffmann, als er die Ergebnisse der zurückliegenden sechs Jahre vorstellte. Man habe in dieser Zeit insgesamt 21 Millionen Euro investiert, davon rund 10 Millionen für die Familien und Kinder durch den Bau der neuen Grundschule, das Hackschnitzelheizwerk, den Waldkindergarten, den Generationentreff und die Spielplätze in Pingarten, Windmais, Neuen- und Altenschwand. Weitere 6,3 Millionen wurden in die Infrastruktur gesteckt, so Hoffmann, z.B. Friedhöfe in Bodenwöhr und Taxöldern, Erneuerung der Wasserleitungen in Bodenwöhr, Windmais und Neuenschwand, Errichtung des neuen Recyclinghofes oder Sanierung diverser Gemeindeverbindungsstraßen. Darüber hinaus flossen weitere 2,6 Millionen Euro in die Entwicklung Bodenwöhrs und der Ortsteile, berichtete Hoffmann. Als Beispiele nannte er das alte Bahnhofsgebäude, den neuen Parkplatz in der Ludwigsheide, die geplante Sanierung des alten Rathauses, ökologische Maßnahmen für den Hammersee sowie die Flurneuordnung und Dorferneuerung in Erzhäuser und Windmais. Außerdem wurden 1,8 Millionen Euro in die Ausstattung der Feuerwehren und des Bauhofes gesteckt. So erhielten die Wehren in Bodenwöhr, Pingarten, Taxöldern und Altenschwand neue Einsatzfahrzeuge. Erzhäuser sei in den kommenden Jahren dran.

Schuldenstand trotz Investitionen gleichgeblieben
Trotz dieser enormen Investitionen mussten nur 4 Millionen Euro Schulden für den Neubau der Grundschule aufgenommen werden. Rund 3,8 Millionen Euro wurden zurückbezahlt, berichtete Hoffmann, so dass sich der Schuldenstand nahezu nicht verändert hat und bei 7 Millionen Euro liegt. Möglich war dies alles durch ein abgestimmtes Fördermanagement, welches aus Dorfentwicklung, Städtebauförderung und weiteren Förderprogrammen, wie das RZWAS, fast jede Investition mit mindestens der Hälfte der Kosten abgefedert hat. Als Ziele der nächsten sechs Jahre gab Hoffmann vor, die Ortsteile zu unterstützen zu fördern und am Leben zu halten, den Ortskern von Bodenwöhr noch mehr zu beleben, das Wachstum zu fördern und Wohnraum zu schaffen, die Rathaustüren für jedermann offen zu halten, Betreuung und Bildung auszubauen, Tourismus und Kultur zu beleben, die Versorgung zu sichern und die Infrastruktur zu sanieren sowie energiebewusst zu planen. Wichtigste Projekte dürften in den kommenden Jahren der Umbau der alten Hauptschule in ein Kinderhaus für die gesetzlich vorgeschriebene Ganztagesbetreuung und die Erneuerung des alten Rathauses, in dem künftig Tourismusbüro, Bücherei, Post, ein „Sängersaal“ und eine Cateringküche für das Bürgerfest Platz finden, sein.

Schulden des Landkreises abgebaut
Landrat Thomas Ebeling (CSU) gratulierte Hoffmann zum Geburtstag und stellte in seiner bekannt scherzhaften Art heraus, dass er fast schon gezwungenermaßen kommen musste, weil in Altbürgermeister Albert Bauer eingeladen hatte. Zu den bevorstehenden Bürgermeisterwahlen empfahl er Hoffmann zu wählen, da dieser in den vergangenen Jahren viel geleistet hätte. Weiter bat er darum ihm eine starke CSU-Mannschaft an die Hand zu geben. Außerdem wies er auf die Wahl des Kreistages hin, für den sich elf Gruppierungen bewerben. Auch wenn der Wahlzettel riesig sei, werde man die Listen der CSU und der Jungen Union finden. Mit dem Hinweis, dass seit 2012 die Schulden des Landkreises von 38 Millionen auf 8 Millionen Euro reduziert wurden und das Oberpfälzer Seenland sich positiv entwickelt habe, machte er auch Werbung in eigener Sache für seine Kandidatur als Landrat.

Fragerunde
Altbürgermeister Albert Bauer nutzte die Möglichkeit, Landrat Ebeling für dessen Besuch zu danken und ihn zum kommenden Oldtimerfest im September dieses Jahres nach Windmais einzuladen. Diesmal dürfe der schwarze Landrat einen roten Porsche-Traktor steuern, so Bauer scherzhaft. Auf Nachfrage von Randolf Alesch, welche Maßnahmen in der beabsichtigten Sanierung des Schulsportplatzes im Rahmen des Bundesförderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ alles enthalten sei, teilte Hoffmann mit, dass der Bund sich mit bis zu 45% an den Gesamtausgaben beteiligen würde. Saniert werden sollen die Tartanbahn, die Sprunganlage, die Pflasterung, der Zaun, die Tribüne und der Tennisplatz des TV Bodenwöhr. Natürlich werde sich der TV an den Kosten beteiligen.

Gemeinderatskandidaten stellen sich und ihre Ziele vor
Bevor es gratis Pfälzer mit Kraut gab, die von Hoffmann anlässlich seines Geburtstages gesponsert wurden, stellten sich die nachfolgend aufgeführten anwesenden Gemeinderatskandidaten vor:
Georg Hoffmann, 53 Jahre, Bürgermeister, verheiratet, 3 Töchter, Altenschwand, kandidiert auch für den Kreistag
Stefanie Reiger, 43 Jahre alt, Bürokauffrau, verheiratet, 2 Kinder, Warmersdorf, Gemeinderätin
Walter Spirk, 66 Jahre, Wasserwart i.R., verheiratet, Blechhammer, Gemeinderat
Andreas Seitz, 34 Jahre, Projektleiter, verheiratet, 1 Kind, Pingarten, Gemeinderat
Harald Bauer, 51 Jahre, Mittelschullehrer, ledig, Windmais, Gemeinderat
Carina Hoffmann, 25 Jahre, Landschaftsplanerin, leidig, Altenschwand, Gemeinderätin
Sebastian Wild, 35 Jahre, Mechatroniker Meister, verlobt, Altenschwand
Katrin Fischer, 45 Jahre, Sparkassenkauffrau, geschieden, 2 Söhne, aus Taxöldern
Christian Paulus, 49 Jahre, Unternehmer, verheiratet, Taxöldern, kandidiert auch für den Kreistag
Josef Stangl, 68 Jahre, Rentner, verheiratet, aus Bodenwöhr
Michael Weindler, 42 Jahre, Metallbaumeister, getrennt, 2 Kinder, Bodenwöhr, Gemeinderat

Die nachfolgend nicht anwesenden Gemeinderatskandidaten wurden von Georg Hoffmann vorgestellt:
Marius Skiba, 47 Jahre, Schreiner, verheiratet, 2 Kinder, Blechhammer
Astrid Hübner, 68 Jahre, verwitwet, Examinierte Pflegekraft, Bodenwöhr
Günter Treml, 64 Jahre, Versorgungstechniker, verheiratet aus Bodenwöhr
Aydin Bozlagan, 55 Jahre, Galvaniker, verheiratet, 4 Kinder, Bodenwöhr
Marc Spörl, 31 Jahre, Lehramtsanwärter, ledig, Windmais
Für den Kreisrat kandidieren die nachfolgenden Personen, die ebenfalls anwesend waren und sich vorstellten:
Franziska Hoffmann, 23 Jahre, Mittelschullehrerin, ledig, Altenschwand, Liste Junge Union
Ines Renner, 54 Jahre, Hotelfachfrau, verheiratet, 2 Kinder, Nabburg, stv. CSU-Kreisvorsitzende
Regina von Wenz, 53 Jahre, Dipl.-Ing. (FH), verheiratet, 3 Kinder, Neunburg v.W., Vorsitzende der Frauen Union Neunburg v.W.
Carola Riederer, 52 Jahre, Fachwirtin Gesundheits- & Sozialwesen, verheiratet, 2 Kinder, Meldau,
Termine der Wahlversammlungen
10.02.2026, 19 Uhr, Wahlversammlung im Gasthof Dirmeyer in Neuenschwand für Altenschwand, Neuenschwand und Warmersdorf
11.02.2026, 19 Uhr, Wahlversammlung im Gasthof Lutter in Blechhammer für Blechhammer
13.02.2025, 19 Uhr, Abschlusswahlversammlung im Seegasthof Jacob in Bodenwöhr für Bodenwöhr
14.02.205, 10 Uhr, „Ladies Welcome“ am Valentinstag beim Edeka-Markt Buchbauer in Bodenwöhr









