Dienstag, 17. Februar 2026

Ausländische Fachkräfte sind eine tragende Säule des Arbeitsmarkts in der Oberpfalz

MdB Tina Winklmann. Foto: Daniel Seger

Die Oberpfalz und der gesamte deutsche Arbeitsmarkt profitieren seit 2015 in zunehmendem Maße von ausländischen Arbeitskräften. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Bundestagsabgeordneten Tina Winklmann von Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hat sich der Anteil ausländischer Fach- und Arbeitskräfte bundesweit seit 2015 bis zum Jahr 2025 mehr als verdoppelt. In der Oberpfalz ist dieser Anteil sogar noch deutlicher gestiegen. So nahm die Zahl der ausländischen Beschäftigten von rund 33.000 im Jahr 2015 auf über 81.000 im Jahr 2025 zu.

Dazu erklärt Tina Winklmann: „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, sind ein unverzichtbarer Teil unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft. Gerade in der Pflege und in anderen sozialversicherungspflichtigen Berufen sichern sie täglich unsere Versorgung und unseren Wohlstand. Angesichts einer alternden Gesellschaft können wir es uns schlicht nicht leisten, auf diese Potenziale zu verzichten.“

Besonders auffällig ist die Entwicklung im Pflegebereich. Während 2015 jede 14. Pflegekraft in der Oberpfalz keinen deutschen Pass hatte, ist es 2025 bereits jede fünfte. „Diese Zahlen machen unmissverständlich klar: Ohne die Leistung und das Engagement ausländischer Fachkräfte wäre die Versorgungssicherheit insbesondere in der Pflege nicht aufrechtzuerhalten“, so Tina Winklmann.

Seit 2020 werden im Rahmen des Anwerbeprogramms „Triple Win“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und der Bundesagentur für Arbeit Pflegekräfte für die Oberpfalz angeworben. Angesichts des fortschreitenden demografischen Wandels sei laut Winklmann klar, dass diese gezielte Fachkräfteanwerbung konsequent ausgebaut und weiterentwickelt werden müsse.

Die Abgeordnete betont, dass es nun darauf ankomme, Einwanderung aktiv zu gestalten: mit beschleunigten Anerkennungsverfahren, fairen Arbeitsbedingungen, gezielten Sprach- und Integrationskursen sowie einer verlässlichen Willkommenskultur. Nur so könne die Fachkräftegewinnung langfristig gelingen.

„Deutschland ist ein Einwanderungsland und das zeigt sich besonders auch in einer Grenzregion wie der Oberpfalz. Wer hier arbeitet, Steuern zahlt und Verantwortung übernimmt, gehört selbstverständlich dazu. Jetzt müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit Fachkräftegewinnung und Integration weiterhin erfolgreich sind“, so Winklmann abschließend.

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