Martina Englhardt-Kopf lädt zum Informations- und Gesprächsabend am 18. November ein

Cham/Schwandorf, 29. Oktober 2026: Für einen Menschen, der auf ein Spenderorgan wartet, ist Organspende keine abstrakte politische Frage. Es geht um Hoffnung, um Zeit und oft um die Chance auf ein Weiterleben. Gleichzeitig wissen viele Menschen nicht, wie sie selbst zur Organspende stehen oder welche Entscheidungsmöglichkeiten sie haben.
Genau darüber möchte die Bundestagsabgeordnete Martina Englhardt-Kopf am Mittwoch, 18. November 2026, um 18 Uhr informieren und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Die öffentliche Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten des BRK-Kreisverbandes Cham in der Further Straße 10 in 93413 Cham statt.
„Wir alle können irgendwann in die Situation kommen, dass wir selbst oder ein Mensch, der uns nahesteht, auf ein Spenderorgan angewiesen ist. Genauso kann die Frage an uns selbst gerichtet sein, ob wir nach unserem Tod Organe spenden möchten. Deshalb finde ich es wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen, bevor eine solche Entscheidung plötzlich und unter großem emotionalem Druck getroffen werden muss“, sagt Martina Englhardt-Kopf.
Auch in Deutschland stehen weiterhin tausende Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten. Im vergangenen Jahr warteten zum Jahresende 8.202 Menschen auf ein Spenderorgan. Gleichzeitig starben mehr als 600 Menschen, weil ein benötigtes Organ nicht rechtzeitig zur Verfügung stand.
Für die Bundestagsabgeordnete ist deshalb wichtig, dass die Diskussion über Organspende nicht bei Statistiken und politischen Debatten stehen bleibt. „Wenn man mit Betroffenen spricht, wird deutlich, dass es hier nicht um abstrakte Statistik geht, sondern um ganz konkrete Menschen, Familien und Hoffnungen.“
Im Mittelpunkt steht auch die aktuelle Diskussion um die Einführung einer Widerspruchsregelung bei der Organspende. Ein entsprechender fraktionsübergreifender Gesetzentwurf wird derzeit im Deutschen Bundestag beraten.
Als Referent für den Abend konnte Prof. Dr. med. Hans Theiss, MdB, Oberarzt und Facharzt für Kardiologie sowie Professor für Innere Medizin, gewonnen werden. Er wird die medizinischen und gesellschaftlichen Aspekte der Organspende erläutern und die aktuelle Diskussion um die Widerspruchsregelung einordnen.
Besonders wichtig ist Martina Englhardt-Kopf, dass an diesem Abend nicht nur über Zahlen, Gesetze und medizinische Fragen gesprochen wird. Auch Betroffene werden persönlich zu Wort kommen und von ihren Erfahrungen berichten. Denn was Organspende tatsächlich bedeutet, lässt sich allein anhand von Statistiken kaum erklären. Es sind Menschen, die auf ein Organ warten. Angehörige, die mit der Krankheit eines geliebten Menschen leben. Menschen, die durch eine Transplantation neue Hoffnung und neue Lebenszeit bekommen haben. Und Familien, die irgendwann mit der Frage konfrontiert werden können, was der eigene Angehörige zur Organspende gewollt hätte.
„Genau deshalb möchte ich diesen Abend nutzen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Niemand muss an diesem Abend bereits eine fertige Meinung haben. Aber jeder sollte die Möglichkeit haben, sich zu informieren, Fragen zu stellen und für sich selbst zu klären, wie er zur Organspende steht“, sagt Englhardt-Kopf. Im Anschluss an die Vorträge besteht ausreichend Gelegenheit für Fragen und den persönlichen Austausch mit dem Referenten und Betroffenen.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Martina Englhardt-Kopf lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich an diesem Abend mit einem Thema auseinanderzusetzen, das jeden von uns betreffen kann.








