Donnerstag, 22. Oktober 2026

Bergknappen aus dem Landkreis Schwandorf bei Wallfahrt in Altötting

Alle vier Jahre pilgern die Bayerischen Bergleute nach Altötting. Fotos: Hans-Peter Weiß

Wölsendorf. Eine lange Tradition verbindet die bayerischen Bergknappen mit der Wallfahrt nach Altötting. Alle vier Jahre kommen die Mitglieder der Bergmanns-, Knappen- und Hüttenmännischen Vereine zusammen, um an der Gnadenkapelle der Schwarzen Madonna ihre Verehrung zu erweisen. Auch in diesem Jahr folgten zahlreiche Bergleute der Einladung des Bayerischen Landesverbandes.

Die Teilnahme der Vereine aus dem Landkreis Schwandorf koordinierte Wolfgang Lehner, Vorsitzender des Bergknappenvereins „Marienschacht“ Wölsendorf. Gemeinsam mit Abordnungen aus Wackersdorf sowie Stulln-Schwarzenfeld reisten die Knappen mit zwei Bussen nach Oberbayern. Am Wallfahrtsort trafen sie auf mehr als 200 Teilnehmer aus dem gesamten Freistaat, die sich unter der Leitung des Landesvorsitzenden Armin Kraus versammelt hatten.

Ein eindrucksvolles Bild bot der festliche Zug durch Altötting. Kapuzinerbruder Marinus und sein Kreuzträger Nelson begleiteten die Wallfahrer über den Kapellplatz zur Basilika St. Anna. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Knappenkapelle Kropfmühl, die Unterstützung von Musikern der Kaolin-Kapelle Schnaittenbach erhielt. Im Mittelpunkt des Treffens stand der gemeinsame Gottesdienst, den Marinus Parzinger zelebrierte. Die Fürbitten übernahm Rudi Hochenauer, Vorsitzender des Knappenvereins Peißenberg und Hauptorganisator der Veranstaltung. Die musikalische Gestaltung durch die Kropfmühler Musiker verlieh der Feier einen festlichen Charakter.

Nach der Messe hielten die Teilnehmer den gemeinsamen Tag auf einem Gruppenbild fest. Danach zogen die Knappen in ihren traditionellen Bergmannstrachten, vorbei an zahlreichen Schaulustigen, wieder zum Kapellplatz. Mit dem Steiger-Marsch und der Bayernhymne setzten die Musikanten einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter die Wallfahrt. Neben dem religiösen Anliegen stand dabei auch die Verbundenheit der bayerischen Knappen im Mittelpunkt. Das Treffen bot Gelegenheit, das bergmännische Brauchtum zu bewahren und die Gemeinschaft der Vereine über regionale Grenzen hinweg zu stärken.

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