
Fronberg. Ein stattlicher Baum, gelebte Tradition und ein Festplatz voller gut gelaunter Gäste: Die Fronberger Kirwa bot am vergangenen Wochenende wieder Brauchtumspflege wie aus dem Bilderbuch. Dass sich der Himmel ausgerechnet beim Auftakt noch von seiner grauen Seite zeigte, tat dem Tatendrang der Beteiligten keinen Abbruch – belohnt wurde die Dorfgemeinschaft ab Sonntag mit strahlendem Spätsommerwetter.
Der Startschuss fiel am Samstag im Spitalwald nahe Steinberg. Das Einholen des Kirwabaums und das anschließende Aufstellen begleiteten zwar immer wieder Regenschauer, doch die rund 50 zupackenden Helfer ließen sich die Laune nicht verderben. Mit vereinten Kräften, Muskelkraft und viel Routine wuchteten sie das Prachtexemplar in die Senkrechte: Exakt 30 Meter misst die Fichte, die völlig fehlerfrei an ihrem Bestimmungsort verankert wurde.
Kaum stand das weithin sichtbare Wahrzeichen, zogen unter den Klängen der Fronberger Kirwamusikanten die 15 feschen Kirwapaare auf den Plan. Angeführt wurden sie vom ersten Kirwapaar Wolfgang Reindl und Johanna Tauscher sowie dem zweiten Kirwapaar Jonas von Breidbach und Bernadette Eck. Beim traditionellen Tanz um den Kirwabaum übernahm Hubert Rathey das Wort: Mit treffsicheren, humoristischen Spitzen und viel Witz ließ er die Gäste, die Tanzpaare und die engagierten Organisatoren hochleben, was das Publikum mit reichlich Beifall quittierte.
Am Sonntag meinte es der Wettergott schließlich mehr als gut mit den Fronbergern. Nach dem feierlichen Gottesdienst füllte sich das Areal am Nachmittag rasch mit Hunderten Besuchern. Bei strahlendem Sonnenschein heizten die Kirwapaare der Menge ordentlich ein und sorgten im Zusammenspiel mit schneidiger Blasmusik für beste Festzeltatmosphäre.
Ihren gemütlichen und gleichermaßen zünftigen Abschluss fand die Traditionsveranstaltung schließlich am Kirwamontag. Nach dem traditionellen Männerfrühschoppen ließen die Fronberger und ihre Gäste das Festwochenende in geselliger Runde bis in die Abendstunden ausklingen. Einmal mehr zeigte sich: Die Fronberger Kirwa bleibt ein fester, lebendiger Höhepunkt im lokalen Kalender.









