Samstag, 3. Oktober 2026

Kunst und Kultur „auf die Wackersdorfer Art“

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Die Wackersdorfer Kunst- und Kulturwochen sind mit einer Acoustic Night fulminant gestartet. Bürgermeister Thomas Falter konnte im voll besetzten Offenen Treff des Mehrgenerationenhauses (MGH) neben dem Schirmherrn und BMW-Werkleiter Stefan Betz auch Landrat Thomas Ebeling begrüßen. Ein besonderer Gruß und Dank galt Michael Weiß, der erneut für die Organisation und das Programm mit mehr als 20 Einzelveranstaltungen verantwortlich zeichnet.

Mit einer „Acoustic Night“ sind die diesjährigen Kunst- und Kulturwochen eröffnet worden. Foto: hpw

Die Veranstaltungsreihe hat sich längst zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Wackersdorf entwickelt und bringt auch in diesem Jahr Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinteressierte aus der gesamten Region zusammen. Das Programm bietet dabei eine große Bandbreite: Neben den Auftritten von Kabarettist Helmut A. Binser und Magier Ralf Gagel stehen mehrere Konzerte, ein Poetry Slam, Theateraufführungen, Workshops und Filmvorführungen auf dem Programm. Auch bei den Spielstätten zeigt sich die Vielfalt der Reihe. Die Veranstaltungen finden unter anderem im Mehrgenerationenhaus, in der Kirche, der Sporthalle, im Pfarrheim und im Gasthof „Glück Auf“ statt.

Bürgermeister Falter würdigte in seinen einführenden Worten insbesondere das Engagement der zahlreichen Beteiligten: „Die Wackersdorfer Kunst- und Kulturwochen sind in weiten Teilen eine Wackersdorfer Teamleistung, auf die ich sehr stolz bin.“ Damit unterstrich er den gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltungsreihe, die von vielen Akteuren aus der Gemeinde getragen wird.  „Wir möchten, dass Kunst und Kultur für alle zugänglich ist. Kultur ist mehr als Unterhaltung, sie ist ein menschliches Grundbedürfnis, das als Teil des gesellschaftlichen und sozialen Lebens Möglichkeiten zur Teilhabe schafft“, so Falter.

Michael Schlaffer begeisterte die Zuhörer. Foto: hpw

Besonders verwies der Bürgermeister auf zwei Höhepunkte des diesjährigen Programms. Das Konzert des Musikvereins Wackersdorf-Steinberg am See am 17. Oktober steht im Zeichen des 25-jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft mit Alberndorf in der Riedmark. Auch das Abschlusskonzert am 8. November verspricht ein außergewöhnliches Musikerlebnis. Dafür wurde ein 16-köpfiges Barock-Ensemble zusammengestellt, das ein anspruchsvolles Programm präsentieren wird.

Falter betonte zugleich die besondere kulturelle Situation der Gemeinde. Wackersdorf sei „keine Stadt“ und keine Kulturmetropole, sondern ein Dorf. Gerade deshalb habe man seinen eigenen Weg gefunden, Kultur anzubieten. „Wir machen das auf unsere eigene Art und Weise. Auf die Wackersdorfer Art.“, sagte der Bürgermeister. Dabei hob er insbesondere die zahlreichen Ideen und ungewöhnlichen Veranstaltungsformate hervor, die das Programm prägen. Verantwortlich dafür sei maßgeblich Kulturreferent Michael Weiß. Ein weiterer Dank ging an die BMW Group, die die Kunst- und Kulturwochen unterstützt.

Auch Wackersdorfs Werkleiter Stefan Betz und Landrat Thomas Ebeling richteten kurze Grußworte an die Gäste. Beide zeigten sich gespannt auf einen Abend, bei dem bewusst offenblieb, was das Publikum musikalisch erwarten würde. Für diesen besonderen Charakter der Acoustic Night sorgte bereits zu Beginn Organisator Michael Weiß. „Keiner weiß so genau, was heute passiert. Alles soll einen Wohnzimmer-Charakter bekommen“, kündigte er an.

Und tatsächlich entwickelte sich der Abend zu einem abwechslungsreichen musikalischen Erlebnis. Abwechselnd oder gemeinsam standen Tom Neger (Gitarre), Basti Birner (Piano), Maria Weller (Ukulele und Gesang), Rachel Dauernheimer (Gesang), David Drechsel (Percussion) und Michael Schlaffer (Gitarre) auf der Bühne. Michael Weiß unterstützte mit Herzblut die Musiker am Cajón.

Auch Landrat Thomas Ebeling (r.) stand auf der Bühne. Foto: hpw

Das Repertoire reichte von weniger bekannten Songs über gefühlvolle Lieder bis hin zu bekannten Klassikern. Mit ihrer entspannten und persönlichen Atmosphäre gelang es den Musikern schnell, das Publikum einzubeziehen und für sich zu gewinnen. Für eine besondere Überraschung sorgte schließlich Landrat Thomas Ebeling. Er ließ sich nicht lange bitten, betrat selbst die Bühne und griff zur Gitarre. Gemeinsam mit den Musikern spielte er die Beatles-Klassiker „Let It Be“ und „Hey Jude“. Das Publikum bedankte sich dafür mit stehenden Ovationen.

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