Mittwoch, 27. Mai 2026

Schwere und tödliche Zweirad-Unfälle geben Anlass zur Sorge

Verhaltensregeln Zweirad. Grafik: PP Oberpfalz

OBERPFALZ. Die Zahl schwerer und tödlicher Verkehrsunfälle mit Zweiradfahrern gibt in der Oberpfalz weiter Anlass zur Sorge. Am ersten Maiwochenende kamen im Regierungsbezirk vier Zweiradfahrer ums Leben. Am vergangenen Pfingstwochenende wurden zudem zwei Fahrradfahrer schwer verletzt. Die Polizei Oberpfalz nimmt dies zum Anlass, erneut eindringlich auf gegenseitige Rücksichtnahme und umsichtiges Verhalten im Straßenverkehr hinzuweisen.

Zweiradfahrer zählen zu den besonders schutzlosen Verkehrsteilnehmern. Schon kleine Fehler im Straßenverkehr haben oftmals schwerwiegende Folgen, bis hin zum Tod. Die Polizei in der Oberpfalz setzt deshalb neben Kontrollen weiterhin auf Aufklärung, Prävention und die direkte Ansprache aller Verkehrsteilnehmer.

Wie wichtig diese Präventionsarbeit ist, zeigen auch die aktuellen Unfallzahlen in diesem Bereich. Am ersten Maiwochenende wurden neun Zweiradfahrer bei Unfällen schwer verletzt, vier Zweiradfahrer kamen ums Leben. Am vergangenen Pfingstwochenende ereigneten sich insgesamt 25 Unfälle mit verletzten Fahrradfahrern; zwei Personen wurden dabei schwer verletzt.

„Jeder Unfall und jeder Verletzte ist einer zu viel. Wir appellieren an alle, im Straßenverkehr besonders aufmerksam zu sein, das Tempo anzupassen und jederzeit mit Fehlern anderer zu rechnen“, so Robert Fuchs, Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Oberpfalz. „Gerade beim Abbiegen, Überholen und Einfahren auf Vorfahrtsstraßen sind Zweiradfahrer besonders gefährdet“.

Am 28. April führte das Polizeipräsidium Oberpfalz im Rahmen der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben 2026 – Zweiräder im Blick“ verstärkt Schwerpunktkontrollen im Zweiradverkehr durch. Ziel war es, Zweiradfahrer im Hinblick auf Verkehrsunfälle und die eigene Sicherheit zu sensibilisieren. An diesem Tag wurden in der Oberpfalz insgesamt 1.078 Verkehrsteilnehmer kontrolliert und 388 Regelverstöße festgestellt. Bei genauerer Auswertung der Zahlen wird deutlich, dass gut ein Drittel der beanstandeten Rad- und E-Scooter-Fahrer als Geisterfahrer unterwegs waren oder den Gehweg befuhren (123 Verstöße). Weitere Präventionsaktionen fanden zum Beispiel am 16. Mai mit der Aktion „Generationen in Fahrt“ der Polizeiinspektion Schwandorf oder am 19. Mai mit dem Radaktionstag der Polizeiinspektion Regensburg Süd statt.

Verhaltenstipps

  • Helm tragen kann Leben retten!
  • Licht und Sicht: immer gut sichtbar unterwegs sein mit reflektierender Kleidung und funktionierender Beleuchtung
  • Abstand halten: Autofahrer müssen beim Überholen ausreichend Seitenabstand halten (innerorts mind. 1,5 m und außerorts mind. 2,0 m) und beim Abbiegen besonders sorgfältig auf Zweiradfahrer achten
  • Vorausschauend fahren, Handzeichen rechtzeitig geben, toten Winkel beachten
  • Kein Smartphone am Steuer! Weder beim Zweirad noch an einem anderen Steuer!
  • Defensiv fahren und riskante Manöver vermeiden

In diesem Zusammenhang verweisen wir Sie außerdem nochmals auf die Verkehrsunfallstatistik 2025. Dieses können Sie hier downloaden: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/098855/index.html

Facebook
LinkedIn
Email
Print