Dienstag, 26. Mai 2026

Buchvorstellung „200 Jahre Schulgeschichte(n) Steinberg

Zum gelungenen Buch gratulierten dem Autor (Mitte) Illustrator Robert Weber, Co-Autorin Renate Rose, Schulleiter Dominik Bauer, stellvertretender Landrat Richad Tischler, Steinbergs 2. Bürgermeister Franz Kiendl und Wackersdorfs 3. Bürgermeister Christian Hutterer (v.l.n.r.). Fotos: Jakob Scharf

Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Pfarrheim bei der Buchvorstellung über 200 Jahre Steinberger Schulgeschichte. Autor Jakob Scharf, der auch ehemalige Lehrer begrüßen konnte, gab Einblick von 1825 bis 2025 nicht nur in die Geschehnisse der Schule, sondern auch in die Orts- und Kirchengeschichte dieser Zeit.

Stellvertretender Landrat Richard Tischler lobte den „rührigen Kreis- und Ortsheimatpfleger“, der wieder einmal ein „Stück Heimatgeschichte“ festgehalten habe. Steinbergs 2. Bürgermeister Franz Kiendl gratulierte namens der Gemeinde zu diesem Buch, das viele Erinnerungen wecke. Wackersdorfs 3. Bürgermeister Christian Hutterer verwies auf die enge Verbindung beider Schulen in der Verwaltungsgemeinschaft. Schulleiter Dominik Bauer garnierte sein Grußwort mit persönlichen Anekdoten und würdigte die „wunderschöne Steinberger Grundschule“.

Bis auf den letzten Platz besetzt war das Pfarrheim.

Autor Jakob Scharf dankte zunächst allen, die ihn bei seiner rund zehnjährigen Arbeit unterstützt haben. Diese begann mit der Errichtung eines Schulbenefiziums im Jahre 1825, wo der Benefiziat Geistlicher und Lehrer zugleich war und im von den Grafen von Reisach errichteten Benefiziatenhaus – jetzt Museum- wohnten. 1852 wurde ein Anbau als erstes Schulhaus errichtet. Auch als 1882 der Benefiziat von Steinberg abgezogen wurde, wohnten die Schulverweser bzw. Lehrer in diesem Gebäude, bis 1905 ein neues Schulhaus – das jetzige Rathaus – errichtet wurde. 1957 kam es zum Bau der neuen jetzigen Schule, die mehrmals saniert und mit Sporthalle und Allwetterplatz optimiert wurde. So hatte man Klassenfotos von 1905 bis 2025 gesammelt und zum Großteil die Personen auch identifiziert.

Die Vorstellung wurde zunächst mit diesen Fotos auf einer Leinwand aufgelockert, ehe Jakob Scharf und die Grundschüler Elias Scharf und Finn Reitinger in einer nicht ganz ernst gemeinten Lesung die Veränderungen „Früher – Heute“ gegenüberstellten. Renate Rose – Co-Autorin – ließ dann den legendären Schulleiter „Päppe“ Glötzl – ein echtes Original – wieder „lebendig“ werden. Er war von 1937 bis 1965 an der Steinberger Schule.

Die Grundschüler Elias Scharf (li) und Finn Reitinger(re) stellten mit Jakob Scharf die Zeit „Früher – Heute“ in einem Vergleich gegenüber.

Viele Gäste nutzten im Anschluss die Gelegenheit das Buch für sich und Verwandte zu erwerben. In der nächsten Woche werden Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises von Haus zu Haus gegen und das Buch, dessen Reinerlös zu 100% dem Museum zugutekommt, zum Verkauf anbieten. Auch im Rathaus Wackersdorf kann man es erwerben.

Eines der ältesten Klassenfotos aus dem Jahre 1909 mit Benefiziat Wilhelm Wolf und Lehrer Josef Niebler.
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