Montag, 16. März 2026

Premieren beim Wackersdorfer Starkbierfest

Bürgermeister Falter zapfte gekonnt an. Fotos: Hans- Peter Weiß

Das diesjährige Starkbierfest, veranstaltet von der Interessengemeinschaft für Veranstaltungen (IGV), wartete diesmal mit einigen Premieren auf. Karin Roßmann, Vorsitzende der IGV, und ihre Mitstreiter hatten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Daniel Feuerer als neuen Festwirt verpflichtet und die musikalische Umrahmung des Veranstaltungshighlights neu besetzt. Erstmals hatte die Jugendblaskapelle des hiesigen Musikvereins die Ehre, die Starkbierfestbesucher zu unterhalten. Für das 35-köpfige Musikerensemble wurde sogar die Bühne vergrößert. Zusätzlich wurde das Vorprogramm neu gestaltet. Mit dem Duo „Schmarrnkerl & Funkerl“ hatte man einen Volltreffer gelandet.

Rund 600 Starkbierfreunde waren in die „Kathedrale der Unterhaltung“ am neuen „Glück-Auf-Platz“ gepilgert. Bürgermeister Thomas Falter begrüßte eingangs eine Reihe von Ehrengästen, allen voran die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Martina Englhardt-Kopf, sowie den am weitesten angereisten Bürgermeisterkollegen Erwin Reichet Seder aus der österreichischen Partnergemeinde Alberndorf. Ein besonderer Willkommensgruß galt Eva Rasel, der Juniorchefin der Schlossbrauerei Naabeck, die erstmals nach Wackersdorf gekommen war. Begrüßt wurden unter anderem auch der stellvertretende Landrat Jakob Scharf sowie der scheidende Steinberger Bürgermeister Harald Bemmerl. „Das Starkbierfest, das zu den größten im ganzen Landkreis zählt, gehört zu Wackersdorf wie der Kirchturm im Dorf. Diese Tradition ist fest verankert“, betonte das Gemeindeoberhaupt, bevor man sich zum obligaten Bieranstich vor der Bühne versammelte. Ohne Probleme zapfte Falter, unterstützt von der neuen Brauereichefin Eva Rasel, Braumeister Eric Kulzer und Michl Weiler, das Holzfass an, ehe man auf ein zünftiges Fest anstieß.

Nachdem die Jugendblaskapelle unter der Leitung von Martin Brunner ihre Gäste musikalisch „angewärmt“ hatte, erreichte der Stimmungspegel auch schon sein Hoch, als Helmut Haider und Stephan Karl alias „Schmarrnkerl & Funkerl“ die Bühne übernahmen. Beide freuten sich über die Einladung, erstmals beim Starkbierfest in Wackersdorf beim besten Bock auftreten zu können. „Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen, einschließlich einer dreifachen Gage“, meinte Haider. Passend dazu gab es zur Freude der Brauereivertreter gleich ein Weihnachtslied mit dem Titel „In der Naabecker Brauerei“. Das Comedy-Duo begrüßte seinerseits auch eine Reihe von „wichtigen Leuten“ auf ihre humoristische Art und testete deren Geschmacksnerven. Dem Schulleiter Dominik Bauer sowie dem Bürgermeister Thomas Falter wurde jeweils ein Lied gewidmet, das von den Starkbierfestbesuchern mit stürmischem Beifall bedacht wurde. Mit dem Loblied „Oh Wackersdorf“, das die Gemeinderäte in den Mittelpunkt rückte, wollten sich Haider und Karl nach einer überaus gelungenen Premiere verabschieden. Erst nach zwei Zugaben durfte das beliebte Duo die Bühne verlassen.

Mit dem Bayerischen Defiliermarsch wurde später Franz Neugebauer, wohl der jüngste Starkbierredner Bayerns, begrüßt. „D’Franze“ stand zum vierten Mal auf der Bühne und arbeitete sich über eine Stunde lang durch das kommunalpolitische Geschehen. Dabei nahm er vor allem die vergangenen Kommunalwahlen unter die Lupe und streifte auch die Situation in der Nachbargemeinde Steinberg sowie in Schwandorf. Thematisch setzte Neugebauer Schwerpunkte bei den Feuerwehren und der Jubiläumsfeier sowie beim Turnverein. Auch lokale Anekdoten durften nicht fehlen. Eine amüsante Begebenheit aus dem Ortsteil Grafenricht sorgte für Lacher: Dort soll sich im Hühnerstall eine regelrechte „Treibjagd“ abgespielt haben, nachdem einem Bewohner beim Füttern seiner 25 Hühner das Gebiss herausgefallen war und das Federvieh es anschließend nicht mehr hergeben wollte.

Zum Schluss hatte der Starkbierprediger noch eine aktuelle Nachricht parat: Das Schwimmbad-Café bekommt ab dem 1. April einen neuen Pächter – einen Vietnamesen. Mit einem letzten Prosit auf das Naabecker Starkbier, das „zuverlässig in den hängenden Gärten der Oberpfalz, in der Steilklippensiedlung an der Naab“ gebraut werde, endete die Predigt schließlich.

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