Mittwoch, 18. Februar 2026

Helfen in seelischer Not – 3. Zeitlarner Gespräch der SPD

Veranstaltungsfoto mit der Referentin Marina Scheele. Foto: Stefanie Grünauer

„Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr!“ Sätze wie diese sind leider immer öfter zu hören, stellte die 3. Bürgermeisterin der Gemeinde Zeitlarn, Stefanie Grünauer, zu Beginn des 3. Zeitlarner Gesprächs der SPD fest. Aber wie sollen wir reagieren, wenn Arbeitskollegen, Bekannte oder gute Freunde sich so äußern?

„Fragen Sie lieber zweimal zu viel als einmal zu wenig nach, warum jemand das sagt“, riet Psychologin Marina Scheele den Gästen im Gasthaus „Belvedere“. Denn oft sei es schwierig, die Gründe seelischer Belastungen zu erkennen und einzuschätzen.

Höchststand bei psychischen Problemen

Wesentlich mehr Menschen als früher stehen vor psychischen Herausforderungen, mit denen sie alleine nicht klarkommen. Marina Scheele belegte dies mit beunruhigenden Zahlen aus der Forschung. So schlug der renommierte Krankenkassen-Report kürzlich Alarm: Psychische Erkrankungen nehmen rasant zu, auch bei Kindern und Jugendlichen. 

Die Psychologin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin von „Helfen in seelischer Not“ (HSN). Dieses Projekt wird vom Freistaat Bayern, der Uni Regensburg, der medbo und dem Bezirk Oberpfalz sowie der Sanddorf-Stiftung begleitet bzw. gefördert. 

Kursangebot „Helfen in seelischer Not“ in Zeitlarn

Expertin Scheele zeigte an konkreten Beispielen auf, wie wir Betroffenen beistehen können, ohne uns aufzudrängen. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann an einem zweistündigen Kurs teilnehmen, ähnlich wie an einem Erste-Hilfe-Kurs. Dabei werden die Grundlagen von HSN vermittelt: „Hinschauen – Sprechen – Netzwerken“, also in drei einfachen Schritten hin zur Hilfe bei psychischen Krisen.

Wenn genügend Interesse besteht, bietet das Uni-Projekt einen Kurs „HSN – Helfen in seelischer Not“ in Zeitlarn an. Nähere Informationen bei www.hsn-kurse.de und Anmeldungen bitte an spd-zeitlarn@gmx.de .

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