Sonntag, 8. Februar 2026

CSU-Wahlkampfversammlung im vollbesetzten Wirts-Stadl Taxöldern

Bürgermeister Georg Hoffmann blickte auf die Erfolge der vergangenen sechs Jahre zurück und stellte die Ziele und Projekte der kommenden Jahre vor. Foto: Randolf Alesch

Am Sonntagvormittag, den 08.02.2026, wurde die „Machen ist besser als Wollen“-Tour der CSU Bodenwöhr im Rahmen des Wahlkampfes für die bevorstehenden Kommunalwahlen im sanierten Wirts-Stadl des ehemaligen Gasthofes Hartl in Taxöldern fortgesetzt. Besagter Stadl ist jetzt im Eigentum von Christian Paulus, der selbst für den CSU-Gemeinderat in Bodenwöhr und den Schwandorfer Kreistag kandidiert sowie Vorsitzender der Mittelstands-Union Schwandorf ist. Lassen wir die Frage unbeantwortet, ob es an den gratis Weißwürsten und Wiener mit Brezeln oder Semmeln sowie Getränken, am Interesse, wie der renovierte Stadl jetzt innen aussieht, am Programm, an den Gemeinderatskandidaten, am Bürgermeister Hoffmann oder am ebenfalls teilnehmenden Landrat Ebeling lag, dass der Wirts-Stadl proppenvoll war und mehr als 100 Zuhörer interessiert der Veranstaltung beiwohnten. Christian Paulus zeigte sich in seinen Grußworten erfreut über die zahlreichen Gäste, die nicht nur aus Pingarten und Taxöldern kamen, sondern auch aus Erzhäuser, Windmais, Schwand, Bodenwöhr und darüber hinaus. Sein besonderer Gruß galt Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Georg Hoffmann (beide CSU). 

Hausherr Christian Paulus war überwältigt vor der Resonanz und hieß alle Gäste im ehemaligen Wirts-Stadl des Gasthofes Hartl willkommen. Foto: Randolf Alesch

Schulden des Landkreises abgebaut

In seiner bekannt scherzhaften Art meinte Landrat Ebeling, dass sich jeder Anwesende heute die Würsteln sauer verdienen müsse, weil er zuvor erst alles anzuhören hat. Hinsichtlich der Bürgermeisterwahlen führte er aus, dass er natürlich Werbung für Hoffmann als Bürgermeister mache, was ihm leichtfalle, da er jahrelang mit ihm erfolgreich zusammengearbeitet habe. Weiter bat er darum Hoffmann eine starke CSU-Mannschaft an die Hand zu geben. Außerdem wies er auf die Wahl des Kreistages hin, für den sich elf Gruppierungen bewerben. Deshalb sei der Wahlzettel auch so riesig und absolut unübersichtlich. Will man jedoch die CSU-Kandidaten wählen, so Ebeling humorvoll, müsse man den Wahlzettel nur einmal umschlagen. Mit dem Hinweis, dass während seiner Amtszeit die Schulden des Landkreises von 38 Millionen auf 8 Millionen Euro reduziert wurden und das Oberpfälzer Seenland sich positiv entwickelt habe, machte er auch Werbung in eigener Sache für seine Kandidatur als Landrat. Hoffmann dankte in seinen Worten Paulus für die Möglichkeit, die Wahlkampfveranstaltung in seinem Stadl durchführen zu dürfen. Eingangs stellte er heraus, dass man seit den letzten Kommunalwahlen vor sechs Jahren nach dem damaligen Motto „Mit Leidenschaft für Bodenwöhr“ viel verbessern und neugestalten konnte. In den kommenden sechs Jahre möchten wir wieder anpacken, so Hoffmann, sich den vielen Themen stellen, Lösungen finden und diese zügig umsetzen, denn Aufgaben gäbe es genug. 

Mit 19 Jahren bereits in den Gemeinderat gewählt, die 25jährige Landschaftsplanerin Carina Hoffmann, die auch den Weihnachtszauber ins Leben gerufen hat, kandidiert zum zweiten Male. Foto: Randolf Alesch

Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre

Insgesamt wurden 21 Millionen Euro in die Gemeinde investiert, hiervon rund 10 Millionen für Familie und Kinder in Form der neuen Grundschule, des Kindergartens Pusteblume, des Hackschnitzelheizwerkes, der Spielplätze und des Generationentreff. Für weitere 6,3 Millionen Euro wurde die Infrastruktur, nämlich die Friedhöfe in Bodenwöhr und Taxöldern, die Wasserleitungen vor allem in Bodenwöhr, Windmais und Neuenschwand, der neue Recyclinghof und diverse Gemeindeverbindungsstraßen ausgebaut bzw. erneuert, führte Hoffmann aus. Mit der Sanierung des Bahnhofs, dem Bau des Parkplatzes Ludwigsheide, der Anlage des Badeplatzes in Blechhammer, dem Bau der Seebühne, ökologischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Blaualgen und der Flur- und Dorferneuerung in Windmais wurden 2,6 Millionen Euro in die Entwicklung der Ortschaften und in den Hammersee investiert. Mit neuen Fahrzeugen für die Feuerwehren in Bodenwöhr, Pingarten, Taxöldern und Altenschwand sowie einem neuen Bagger, einem neuen LKW und einem neuen Anhänger für den Fuhrpark des Bauhofes wurden 1,8 Millionen Euro investiert teilte Hoffmann mit. Betrachtet man die Sollausgaben aus dem Vermögenshaushalt, dann wären es sogar über 30 Millionen Euro, die wir in die Hand nahmen.

Stefanie Reiger aus Warmersdorf ist bereits seit sechs Jahren im Bodenwöhrer Gemeinderat und kandidiert auf Platz zwei erneut. Foto: Randolf Alesch

Schuldenstand trotz Investitionen gleichgeblieben

Trotz dieser enormen Investitionen mussten nur 4 Millionen Schulden für den Neubau der Grundschule aufgenommen werden und rund 3,8 Millionen wurden zurückbezahlt, berichtete Hoffmann, so dass sich der Schuldenstand nahezu nicht verändert hat und bei 7 Millionen Euro liegt. Möglich war dies alles durch ein abgestimmtes Fördermanagement, welches aus Dorfentwicklung, Städtebauförderung und weiteren Förderprogrammen (RZWAS) fast jede Investition mit mindestens der Hälfte der Kosten abgefedert hat. Als Ziele der nächsten sechs Jahre gab Hoffmann vor, die Ortsteile zu unterstützen zu fördern und am Leben zu halten, den Ortskern von Bodenwöhr noch mehr zu beleben, das Wachstum zu fördern und Wohnraum zu schaffen, die Rathaustüren für jedermann offen zu halten, Betreuung und Bildung auszubauen, Tourismus und Kultur zu beleben, die Versorgung zu sichern und die Infrastruktur zu sanieren sowie energiebewusst zu planen. 

Der 68jährige Josef Stangl aus Bodenwöhr, der sich in den letzten Jahren viel im Generationenbeirat engagiert hat, kandidiert zum ersten Male für den Bodenwöhrer Gemeinderat. Foto: Randolf Alesch

Gemeinderatskandidaten stellen sich und ihre Ziele vor

Bevor es gratis eine kleine Brotzeit für alle Teilnehmer gab, hatten die nachfolgend aufgeführten anwesenden Gemeinderatskandidaten die Möglichkeiten sich vorzustellen:

Georg Hoffmann, 53 Jahre, Bürgermeister, verheiratet, 3 Töchter, Altenschwand

Stefanie Reiger, 43 Jahre alt, Bürokauffrau, verheiratet, 2 Kinder, Warmersdorf, Gemeinderätin

Walter Spirk, 66 Jahre, Wasserwart i.R., verheiratet, Blechhammer, Gemeinderat

Andreas Seitz, 34 Jahre, Projektleiter, verheiratet, 1 Kind, Pingarten, Gemeinderat

Harald Bauer, 51 Jahre, Mittelschullehrer, ledig, Windmais, Gemeinderat

Carina Hoffmann, 25 Jahre, Landschaftsplanerin, leidig, Altenschwand, Gemeinderätin

Sebastian Wild, 35 Jahre, Mechatroniker Meister, verlobt, Altenschwand

Katrin Fischer, 45 Jahre, Sparkassenkauffrau, geschieden, 2 Söhne, aus Taxöldern

Christian Paulus, 49 Jahre, Unternehmer, verheiratet, Taxöldern

Josef Stangl, 68 Jahre, Rentner, verheiratet, aus Bodenwöhr

Günter Treml, 64 Jahre, Versorgungstechniker, verheiratet aus Bodenwöhr

Michael Weindler, 42 Jahre, Metallbaumeister, getrennt, 2 Kinder, Bodenwöhr, Gemeinderat

Die nachfolgend nicht anwesenden Gemeinderatskandidaten wurden von Georg Hoffmann vorgestellt:

Marius Skiba, 47 Jahre, Schreiner, verheiratet, 2 Kinder, Blechhammer

Astrid Hübner, 68 Jahre, verwitwet, Examinierte Pflegekraft, Bodenwöhr

Aydin Bozlagan, 55 Jahre, Galvaniker, verheiratet, 4 Kinder, Bodenwöhr

Marc Spörl, 31 Jahre, Lehramtsanwärter, ledig, Windmais

Termine der Wahlversammlungen

09.02.2026, 19 Uhr,   Wahlversammlung im SV-Sportheim in Erzhäuser mit Bürgermeister-Geburtstags-Brotzeit für Erzhäuser, Windmais, Buch und Pechmühle

10.02.2026, 19 Uhr,   Wahlversammlung im Gasthof Dirmeyer in Neuenschwand für Altenschwand, Neuenschwand und Warmersdorf

11.02.2026, 19 Uhr,   Wahlversammlung im Gasthof Lutter in Blechhammer für Blechhammer

13.02.2025, 19 Uhr,   Abschlusswahlversammlung im Seegasthof Jacob in Bodenwöhr für Bodenwöhr

14.02.205, 10 Uhr,     „Ladies Welcome“ am Valentinstag beim Edeka-Markt Buchbauer in Bodenwöhr

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